Messen, Aufmachen, Nachsehen

P1000432Um eine Idee zu bekommen wie Kabel verlaufen sollen, wie die neuen Schalttafeln verdrahtet werden und ob ich neue Kabel brauche sehe ich hinter die die alte Schalttafel. Was zunächst wie P1000430Kraut und Rüben aussieht entpuppt sich als ordentliche Verdrahtung. In Ermangelung von Klemmschienen wurden die Schalttafeln mit steckbaren Lüsterklemmen verbunden. Sowas bekommt man heute gar nicht mehr. Es sind wirklich zwei Lüsterreihen, die mit Stiften (Male und Female) versehen sind. Alles natürlich dem Alter von 55 Jahren entsprechend äußerlich korrodiert. Aber es hielt bis heute, So schlecht kann es also nicht gewesen sein.

Ich klappe das Brett wieder nach hinten. Es ist Ende Januar, meine Zeit ist begrenzt und am 1. April ümssen wir fahrbereit sein. Das traue ich mir erst zu wenn alles zu Hause fertig ist und dann nur noch zusammengesteckt werden muss.

P1000436Statt Dessen wird noch einmal gemessen ob das Wetterfax passt und welche Breite das entstehende Loch überdeckt. Die Kälte ist weg, trotzdem fülle ich ca. 35 Liter Diesel in den Tank. Die Anzeige P1000433sagt mir es fehlen 50 Liter bis voll, also müsste ich rund 180 Liter im Tank haben. Die Kanister werden zusammengebunden und zur Neubefüllung von Bord geschafft. Die Nacht ist wieder, der Ostwind lässt grüßen, gefühlt bei minus 10°C. Die Wirklichkeit zeigt minus 2°C. Tagsüber ist es warm mit 5 bis 6°C.

Erst heute hab ich wieder Zeit

P1000427DerBeruf lastet, wie jedes Frühjahr, auf meiner Zeit. Heute Nacht sind -7°C angesagt, Zur Sicherheit geht es zu Wanambi. Kontrolle ob die Heizung läuft. Leider sieht man es auf dem Bild nicht wirklich, die Förde beginnt zu frieren, eine hauchdünne Eisschicht wird in der Zeit meines Wirkens immer dicker.

P1000429Um etwas zu tun zu haben baue ich das Schappbrett über Navigation aus, hier kann ich zu Hause das UKW Funkgerät einbauen und mit etwas für die neue Schalttafel überlegen. Es ist gemütlich warm im Schiff, trotz niedrigster Stufe beim Ankommen 15°C nach kurzem Aufheizen 19°C schon viel zu warm für den Thermoanzug.

Als ich mit dem Brett von Bord gehe knistert das Eis und ich hab Bedenken den Bug zur Brücke zu bekommen. Alles klappt, es ist schweinekalt. Der Ostwind verstärkt das Gefühl.

Einbau und Testlauf

Jetzt lässt es das Geschäftsleben endlich zu die Dieselpumpe zu wechseln. Noch immer ist es ziemlich warm, erst für die nächste Woche ist Frost angesagt.

Also auf zu Wanambi, Dieselpumpe wechseln. Das geht alles endlich mal schnell. nun die Leitungen entlüften, starten, sie läuft. Auf niedrigster Stufe brummt sie vor sich hin.

Es kann gepumpt werden

Die Bayerische Schneekatastrophe ist schuld. Erst War Weihnachten, dann war Silvester, dann kam der Schnee nach Bayern. In der Zwischenzeit wurde eine neue Pumpe zum Versand gebracht. Die fuhr erst mal in Richtung Wien, dann zurück nach Prag, dann über den Bayerischen Wald endlich nach Flensburg. Nun ist sie da. Das einzig Deutsche teil wurde gegen ein russisches ersetzt.

Noch ist es mild und so kann der Einbau ein paar Tage warten.

Ein frohes neues Jahr

Wir waren an diesem Silvester zum ersten mal in 12 Jahren in der Hafenspitze. Wanambi ist im Wasser und die Schiffbrände der vergangenen Jahre haben und an Bord gelockt. Die Belohnung war ein grandioses Feuerwerk, das über zwei Stunden lang abgebrannt wurde. Natürlich flogen auch wieder Fallschirmraketen, Leuchtkugeln und Handfackeln. Beim stürmischen Nordwind knallten auch ein paar Silvester Raketen in die Wanten, diesmal zum Glück ohne Schaden für die Schiffe. Aber seht selbst.

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