Lack die zweite

Am Abend gehen wir zu Wanambi und es kommt die zweite Lackschicht in die Kühlbox. Es sieht alles schon viel appetitlicher aus. Der Toplack lasst sich mit der Rolle sehr gut verarbeiten, Die hölzernen Ränder werden gleich mit weiß gemalt.

Noch ein Abstecher zu Gerd, der ist von seinem Zweiwochenschlechtwettertörn mit Freundin und Söhnen zurück und erzählt ein wenig was ihm so widerfuhr.

Knappe 9 Bft hat er mit Akamas erlebt, gegenan kreuzen bei 6 bis 7 Bft, den Regen hatte er gar nicht so schlimm in Erinnerung. Nun hat er viel Vertrauen in sein Schiff gewonnen, er weiß dass das Boot einiges ab kann, das freut ihn sehr.

Dazu kommt die Freude darüber, dass Pillie den Segelschein machen will, er strahlt über alle Backen.

Mal wieder schleifen

Nun ist der Ersatz der Technik ja da, und das schleifen hab ich lange genug vor mir her geschoben, aber heute muss es sein.

Also kopfüber in die Plastikkiste, mit dem kleinen Deltaschleifer werden die Nasen der letzten Lackierung glatt geschliffen, die Krusten abgeschliffen und zuletzt die Löcher gespachtelt.

Zuletzt noch ein paar mal mit CG-Cleaner über die Oberfläche und alles sauber ausgewischt, nun kann es zum Lackieren gehen.

Endlich

Heute kam das neue Kühlaggregat an. Natürlich habe ich noch nicht die Kühlbox gemalt, Natürlich noch nicht den Ventilator umgesetzt. Aber das ist egal, nun können wir endlich wieder mit der Kühlbox kühlen. Das tut zwar nicht mehr Not, es ist mittlerweile ziemlich herbstlich und kühl aber vielleicht kommt ja noch ein Altweibersommer.

Für die Latten Lazy Bag habe ich Elektroinstallationsrohr gekauft, den Tipp hatte ich mal irgendwo in einem Forum gelesen. Mal sehen ob das klappt 😉 .

Denken, mal wieder

Nachdem wir die Einrichtungen der beiden auf Madagaskar liegenden Sortilege, „Ondine“ und „Casinca“ studiert haben ging es an das in Augenschein nehmen auf Wanambi.

Es scheint als würden beide auf die Segellast verzichten, für uns ein Nachteil. Casinca hat zusätzlich das gesamte Achterdeck um vielleicht 20 oder 30 cm erhöht.

Das Schott an der Pantry haben beide in der oberen Hälfte demontiert, Ondine hat eine halbrunde Arbeitsplatte und einen halbrunden Schrank dort hin gebaut, beide haben eine Stahlstrebe, bzw. eine Holzstrebe um zum einen den Aufbau und zum anderen den Zug des achteren Tyrod aufzufangen.

Ondine hat zusätzlich noch das Schott am Navitisch halbiert. Beide Schiffe sind sehr ähnlich ausgebaut, was Wunder, es wird nicht so viele Sortilege auf Madagaskar geben.

Ich werde die beiden anmailen und fragen ob ich die Bilder und einen link setzen darf.

Sinnieren

Bergesystem verpacken, Kühlbox verpacken, alles zu Hermes bringen. Gegen Abend kommt ein Interessent für die Vindö.

Gestern haben wir bei Christian den Kühlschrank bewundert, klasse das Ding, ich weiß nicht wie viel Inhalt er hat, aber 2/3 von einem Haushaltskühlschrank hat er. Nun keimt die alte Idee wieder auf, doch einen Kühlschrank einzubauen. Der Platz wäre da um einen 110 bis 130 Liter Schrank unter zu bekommen. Also wieder Internet, Kataloge, technische Daten, Beschreibungen, Anleitungen studieren. Waeco, Isotherm, Kissmann… manche sehen sich sehr ähnlich. Der eine kann nicht einfrieren aber kühlt bis -18°C, der andere hat, wie zu Hause ein separates Gefrierfach und kann sogar einfrieren.  Eine neue Odyssee beginnt.

Dann beim Blättern fällt mir wieder einmal die Rollreffanlage ins Auge. Sie war ja verworfen worden, weil alle umfangreiche Änderungen an den Segeln erfordern, das Liekband bei allen Anlagen darf nur 5mm Durchmesser haben… Außer bei Nemo, da darf es 10mm haben. Ich gehe sofort messen, jow, Das Liekband am neuen Vorsegel hat 8mm. das könnte man wahrhaftig einziehen und rollen, natürlich nicht Rollreffen aber das wäre ja nicht unbedingt notwendig. Mit anderen Worten, es keimt wieder auf, das Thema Rollreffanlage.

Endlich

Es scheint sich eine Ende anzudeuten. Die Händler für das Bergesystem schickt eine Mail, Er bietet einen guten Preisnachlass für die gebrochenen Latten an. Das alte, zuerst gelieferte, defekte System sollen wir zurück schicken.

Das ist doch langsam mal Bewegung, endlich könnte es voran gehen. Nun warten wir auf den Kompressor und auf passenden Wind um das Bergesystem wieder anbringen zu können. Als Latten werden wir 1/2 Zoll Kabelrohre nehmen, die sind sehr leicht und biegen nur wenig. Außerdem sind sie leicht zu ersetzen und für die 4,2 Meter zusammensteckbar, das erleichtert den Transport erheblich.

Vor lauter, lauter kommen wir, mal wieder, nicht zu dem was wir wollten, das schleifen der Kühlbox von innen und das Lackieren. Auch der Lüfter soll noch umgesetzt werden, na ja, so ist es eben wenn man sich freut.

Freudiges und nasses

Eine E-Mail unser defekter Kühlkompressor wird ersetzt und ist auf dem Weg zu uns, klasse. Es gewittert den gesamten Tag, so lange ich lebe habe ich es noch nicht erlebt, dass nun schon fast 30 Stunden fast ohne Unterbrechung ein Gewitter nach dem anderen durchzieht.

Kurz und heftig, lauter Knall, Blitz und geöffnete Schleusentore. Es fallen Unmengen Wasser vom Himmel.

Eigentlich müssen wir noch mal zu Wanambi. Ich wollte doch die Kühlbox innen neu beschichten, als wir loswollen ein Wolkenbruch mit Blitz und Donner, wir lassen es für heute gut sein.

Schon wieder 7 bis 8

In diesem Jahr ist es mindestens der 5te oder 6te starke Sturm. Es ist trocken aber es bläst mit 7 bis 8 aus Südost. Wanambi bekommt den Wind volle Breitseite ab und zerrt an den Festmachern.

Die Ruckdämpfer sind bis zum Zerreißen gespannt, die Achterleine knarzt in der Klüse, der achtere Pfahl gibt ordentlich nach. Schnell jeweils eine zweite Festmacherleine ausgebracht und durchgesetzt. Am Bug entlastet das den Ruckdämpfer, am Heck wird die Last auf zwei Leinen verteilt.

Der Wind ist angenehm warm aber widerlich böig, er brist von 20 nach 32 Knoten in einer Sekunde auf. Das sieht nicht nur dramatisch aus, es belastet alles was mit Festmachern in Berührung kommt.

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Die Entenmutter versucht irgendwie ihre Küken in Sicherheit zu bringen. Dort, wo sie brüten, knallen die Wellen ins Schilf.

Versäubert

Nachdem gestrigen Frusttag musste nun endlich wieder mal was sichtbar werden. Die Winkelleisten hatte ich ja schon gestern mitgebracht. Ulli ist mit Gabi und Dieter zum Einkaufen gefahren, ich nehme mir derweil die Leisten vor.

Millimetergenau gemessen, millimetergenau geschnitten, lackiert… und sie sind nun 2 mm zu lang. Schiffbau ist halt schiefbau. Also mit der Raspel angepasst, den Kunststoffstreifen eingepasst und alles festgeklebt.

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Jetzt fehlt noch die Abschlussleiste rechts und die kleinen Türchen. Danach müssen noch die Spiegel ausgetauscht werden, die Fugen gedichtet, die Türpfosten und der Oberschrank lackiert werden.

Am Abend gab es dann Handkäs mit Musik und Äbbelwoi bei uns an Bord. Als Starter hat Gabi leckere Rote Beete mit Rucola gemacht. Etwas später kam noch Gerd an Bord und der Abend verging im Fluge.

Alles anders

Als gedacht. Der Wind sollte heut den letzten Tag schwach sein. Also wollten wir den Faulen Sack tauschen damit endlich wieder mal was abgeschlossen ist.

Gegen 18:00 Uhr sind wir zu Wanambi, da es heute nochmal ein richtig schöner Sommertag war braucht man gar nicht früher los, die Parkplätze sind bis zum letzten belegt.

Also angekommen, sofort dann alten Faulen Sack runter, dazu muss das Groß nach oben. Kaum fange ich an das Tuch och zu ziehen brist es auf, nicht wirklich schlimm, aber 3 bis 4 von Achtern. Nicht wirklich eine gute Richtung um das Groß hoch zu ziehen. Ich leiere das Groß nach oben, ächze und schnaufe dabei wie eine alte Dampflock. Baum nach Backbord, Baum nach Steuerbord irgendwie ist es dann oben. Die Lazy Jacks abbinden, die Reffleinen aus dem Sack nehmen. Dann klemmt das Ding, lässt sich nicht vor und nicht zurück ziehen oder schieben. Ich muss eine Naht auftrennen damit der Sack runter kommt. dann geht es leicht. Die Nah nähe ich dann wieder zu.

Nun den neuen Bag aufrollen… hier sind BEIDE Latten gebrochen, ich könnten brüllen vor Wut, warum hab ich mir das nicht vorher angesehen. Es kann doch nicht sein, dass so was nur bei uns passiert, die Dingen müssen doch reihenweise zurück geschickt werden. Es ist eine Schande, die Persenning ist aus gutem Material und wirklich gut verarbeitet, aber an diesen zwei flachen, dünnen Latten scheitert es nun schon zum zweiten mal.

Dann der Kampf das Groß vor dem Wind runter zu bekommen. Mittlerweile bläst es konstant mit vier, ein gezerre und geziehe, an den Reffleinen, am Achterliek, nach fast einer halben Stunde liegt es endlich wieder auf dem Baum, nicht schön aber es geht so. Die uralte Persenning kommt wieder drauf, ich bin durchgeschwitzt und schlecht gelaunt.

Dieter hat noch ein kaltes Fass Bier, es gibt Abendbrot, Bier, danach noch einen feinen Hamburger Kümmel. Nichts war heute so wie wir uns das ausgemalt hatten. Trotzdem halbwegs versöhnlich ist der Tag vorbei gegangen.