Pantry & Navigation

Heute ist es soweit, der letzte Kork ist weg (bis auf das Schild am Waschbecken und das Schild am Pantry Fenster ). In der Pantry wurde das achtere Schott freigelegt und die Flickstellen demontiert. PantrySchottohneFlickwerk

Das gammelige Regalbrett wurde ausgebaut, das muß neu.Pantry ohne Brett

Die Kabel an der Navigation wurden freigelegt, der letzte Kork in der Hauptkajüte ist Vergangenheit.Nun muß noch der Kleber und der alte Lack runter. Das wird wieder spassig weil die Kabel nicht zu heiß werden sollen. Es wird Zeit, dass irgendwo mal eine Stelle so entsteht wie das Ganze mal aussehen soll. Navi ohne Kork

Die letzten Tage haben einige Kondenswasser Ecken zutage gefördert. Überall, wo die Belüftung nicht ausreichend war, gibt es leicht feuchte Stellen. Nichts was wirklich schlimm wäre aber man sieht einfach die Problemstellen, die jedes Schiff hat.

Pantry

Heute wurde die cockpitseitige Pantrywand entkorkt. Die Feinarbeiten halt. Erst einmal die Verkleidung vom Schapp über dem Fenster weg.

Sie ist genagelt, wie so vieles an dem Schiff. Überraschung, Kaffeepulverreste sind über 40 Jahre in den Spalt zwischen Boden und Wand gerutscht. Ist das ecklig.  Ulli hatte eine Pfeffermühle und eine Salzmühle in einer Plastikbox gelagert. 2 cm Wasser mit Pfeffer vermischt schauen mir ins Gesicht. Aber jetzt erst mal Kratzen.

 

 

 

 

Man sieht es, mal wieder ist ein Überraschungsei hinterlegt. Der Bereich „Klappe“ wurde offensichtlich nachträglich eingefügt. Dazu noch nicht bündig an der vorderen Oberfläche sondern an der hinteren Oberfläche. Zudem ich die rechte Seite höher als die linke Seite.

Einmal mehr geht die Grübelei los, „Was tun?“ Zurück zum Original? Das hätte immerhin den Vorteil, dass unter dem Schapp etwas mehr Platz und Licht ist. Schaun wir mal, erst mal ist der leidige Kork weg, und nun wird gesäubert mit Topcoat gepinselt und dann sehen wir weiter. Das Brett um das Fenster wird im Sommer abgenommen und dort überlegt ob eine Wegerung oder wieder ein Brett hinkommt.

 

 

Dann noch schnell ein Bild der Trinkwasserpumpe damit ich endlich mal die Daten habe:

und kratzen

Nun ist die Nasszelle bis auf das Brett mit dem Wasserhahn endlich fertig.

Schläuche demontieren, Wegbinden, Kork runter und dann mit dem Heißluftfön den Kleber abkratzen. Das mit der Heißluft klappt nur bis zur Hälfte, dann wird es zu eng und zu heiß, die Gefahr die Innenschale aufzuschmelzen wird zu groß. Den Rest hab ich dann geschliffen. Das war die letzte unzugängliche Stelle.

Es wird weiter gekratzt

Wieder einmal für drei Stunden in der Kälte am Boot gewerkelt. Am Navigationsplatz alle Geräte demontiert und den letzten Kork mit dem Elektrospachtel abgelöst. Kanten bleiben noch stehen weil ich die Kabel nicht im Chaos verwirren möchte. Nächstes mal kommen die dran.
Navigation ohne Kork

Ulli schiebt Frustration, klar, es wird nur demontiert und man sieht nichts außer Baustelle. Aber sie kratzt tapfer weiter. Die Wunder“Fliesen“beschichtung in der achteren Toilette ist hart wie Stein, das wird wohl nichts, das Zeug im Winter zu entfernen.

Toilette vorm SchleifenIn der vorderen Toilette habe ich die Pumpe abgebaut und soweit von der Wand gezogen, dass der restliche Kork und der Kleber abgeschabt werden kann. Kork ist weg, der Kleber nicht.

Am Waschbecken großes Wundern. Die Badewannenfüllarmatur läuft aus der rechten Seite über die Salontanks und aus der linken Seite über den hinteren Wassertank. Eigentlich ganz  gut so, wenn alle Wassertanks in Betrieb sind. Der Schlauch zum hinteren Tank ist etwas eigenartig verlegt und läuft zur Pantry Punpe, dann zurück, steigt nach oben zur Rumpf/Deck Verbindung läuft dort nach vorne und endet an der Armatur. Warum dieser Umweg ist mir nicht klar.

PfostenToilette Sockel Die Türen zur Nasszelle sind falsch herum eingebaut, den Verdacht hatte ich schon eine Weile, nun ist es klar, das Podest auf dem die Toilette sitzt wurde rechtwinklig erneuert und damit schlüge die Tür gegen die Toiletten. Schaut man sich die vorhandenen Knaggen an wird sieht man, das muß anders sein, dann schlägt die Tür gegen die Podestplatte und kann dort mit Magnetschnäppern und Haken festgehalten werden. Auf einmal könnte die Vorschiffskoje geräumig werden. Aber das heißt Stützen raus und umdrehen…

Man sieht schön die leeren Aufnahmen für die Pfosten.

 

Naviplatz leeren

Der Navigationsplatz wird von den Geräten befreit. GPS, Funk, jede Menge Kabel, ein Sicherungskasten und das Wetterfax weichen. Dann noch die Kabelkanäle. Wie alles im Boot, jede Schraube ist anders, eine Edelstahl, die nächste Messing und dann Kreuzschlitz, Schlitz, Spax. Da wurde genommen was gerade aus dem Kasten in die Hand kam. Die Verblendung zur Bordwand, die dort ein Regal bildet kommt ab. Oh Graus, der Holzklotz der das Ganze hält ist fast nass. Drei Messingschrauben brechen ab bevor man sie richtig angefasst hat.

Wetterfax2

Schnell noch mit den Handy die Kabelage vom Wetterfax dokumentieren.

wetterfax3

Nun ist der Platz frei und der Kork kann runter.

Strippen

Es wird gekratzt und demontiert. Um wenigstens einen groben Überblick zu behalten hab ich den Navigationsplatz vorher schnell festgehalten. So sah das Schiff mal aus.

Naviplatz vorher

In der Pantry wurde offensichtlich das rohe Holz mit Kleber eingestrichen und dann der Kork darauf platziert. Sauber, das Zeug ist hart wie Kunststoff und kümmert sich auch nicht um die Heißluft. Vom Sperrholz ziehen sich die Furnierfasern ab, ein richtiger Spass.

Schott Pantry ohne Kork

Das Salonschott zur Navigation beherbergt ein Geheimnis. Hier war mal ein Fenster. Es wurde eine Sperrholzfüllung eingesetzt. Nun können wir die Möglichkeit das Holz aufzuarbeiten endgültig begraben. Es muß entweder neues Furnier herbei, oder Lack auf die Schotten.

Schott Salon zur Navi ohne Kork

Die Bibel hab ich mal in den Niederlanden bei den Muscheltagen in Yerseke bekommen. Mindestens 15 Jahre ist das her, seitdem ist sie in jedem Schiff. Wollen wir hoffen, dass sie hilft.

 

 

Der Kork muß weg

Langsam aber sicher ist dieser Kork Vergangenheit aber es bleibt viel zu tun. Die Schaberei mit dem Elektrospachtel geht ganz schön an die Substanz. Arme und Schulter tun einem weh. Kein Wunder, verrenkt, verdreht und immer mit Kraft und doch mit Vorsicht wird das Zeug abgeschabt.

Schott Navi achtern ohne Kork

 

Kork

Wie kann man ein Schiff nur so vergewaltigen? Kork, wenn er nicht lackiert ist, ist nun wirklich keine Wandverkleidung für ein Schiff. Staub, Feuchtigkeit, Schmutz alles bleibt auf der rohen Oberfläche hängen und ist nicht mehr zu entfernen. Bisher kann ich nur einen Vorteil erkennen, man sieht keine Schraubenlöcher.

Schott Pantry achtern mit Kork

Bestandsaufnahme und Kork

Ein paar „Kleinigkeiten“, die Kühlox messen, die Püttinge dokumentieren, Kork kratzen.

Kühlbox original

Der Voreigner hatte für alles und jedes einen duch sehr treffenden Namen. Die Kühlbox war das Madenschapp, es ist schon klar – oder?

Pütting2

Pütting1

Pütting3

Die seltsame (Eigen)konstruktion der Wantenpüttinge hatte mich die gesamte Saison beschäftigt. Rund 5 cm kamen die Toggels der Oberwanten und Mittelwanten nach oben. Die Wanten waren nicht mehr durch zu trimmen. Langes Überlegen was man da machen könnte. Püttinge raus und neue rein, das würde gehen, aber ich hab bammel vor den Schrauben, im Moment sind sie dicht, was passiert wenn man 40 Jahre alte Befestigungen ausbaut. niemand wird es wissen. Außerdem sind die Bolzen durch das Deck so dicht beieinander, dass man die Augen nicht weit genug auseinander bringen könnte. Die Wanten wären nicht mehr ordentlich zu trimmen.

Also Zeichnung machen und einen „Schuh“ machen lassen, der über den alten Pütting geht nun zwei Augen für die Toggels in dem Abstand hat, dass die Spanner noch zu drehen sind.

Unser Freund Ibo will das machen.