Alles wieder auseinander

Denn jetzt wird geschliffen. Dazu brauch in der engen Höhle etwas Platz. Es ist immer noch heiß, der Staubsauger schaltet ständig wegen Überhitzung ab, aber irgendwann ist der Schliff erledigt. Morgen noch mal genau nachsehen wo noch etwas nachgeschliffen werden muss und dann kommt Farbe an die Reihe.

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Es geht voran,

P1000239wenn auch langsam. Eigentlich eine gute Zeit, die Zeit alles wieder zusammen zu bauen, sauber zu machen und sehen wie es fertig wird.

Trotzdem, Schiffbau ist Schiefbau Alles, P1000240aber wirklich alles, muss noch einmal angepasst werden. Bei vielen Dingen muss nun überlegt werden wie z.B. Strom hinkommt, wo Kabel laufen sollen. Die beiden Löcher für die ehemalige Entwässerung müssen verschlossen P1000242werden, der Spalt zum Rumpf braucht eine Abdeckung…

Na ja, irgendwann wird das auch noch werden – jetzt erst mal ist die Schottwand fertig, der Boden verkleidet, die Regale an Ihrem Platz und das Einlegebrett angepasst.

Unterboden

P1000176Erst nach Hause geschleppt und nun doch wieder unbehandelt zum Boot… Der alte Verkleidungsboden vom Ankerkasten wird probeweise angeschraubt. Gar nicht so schlecht, es fehlen jeweils 5 cm zum Rumpf. Die kann man mit einem Brettchen P1000178oder irgendwas überbrücken. Der lange Überstand ist eine prima Auflage für den Schappboden – das bleibt so, wird allerdings entlackt und mit creme gestrichen. Es ist wieder einmal die Zeit mit viel Arbeit und wenig sichtbarem.

Wird doch

P1000175Die hintere Blende vom Ankerkasten wurde abgeschnitten und angeschraubt. Nun ja sie wird sicher noch 10 mal ab und angeschraubt. Und nein, nicht ich habe das oben angepasst, das war leider schon ab Werk oder nach einer Reparatur so. Ich hab das Brett nur unten gekürzt.

Vorher bin ich noch mal mit Danboline durch den Ankerkasten gegangen. da wird wohl noch eine dritte Schicht drauf müssen.

Mal wieder spachteln

Bilderfrei, es ist einfach nichts zu sehen. Die Kajütwand wurde gespachtelt, ein paar kleinere Löcher gestopft, gemessen und das unglaublich verdreckte Deck gewaschen. Die Rabenkrähen fressen Unmengen Sauerkirschen mit offensichtlich durchschlagendem Erfolg. Langsam wird es eklig das Schiff zu betreten.

Die Qual beenden

P1000173Eine halbe Ewigkeit haben wir gehadert, gefunden, verworfen. Jetzt endlich haben wir die richtige Farbe für die Antirutschbeschichtung an Deck gefunden. Nach dem vielem, immer und immer wieder schleifen, malen, spachteln P1000168endlich einmal ein Highlight. Es wird uns sicher noch eine Menge Kopfweh bereiten die nun ausgesuchte Farbe Kiwigip in RAL 1015 aufzutragen, aber das ist erst einmal Nebensache. Der RAL Ton 1013 wäre sicher noch näher an dem Perfection creme Farbton, aber Kiwigrip liefert serienmäßig RAL 1015. Eine Sondermischung würde uns für die Zukunft Probleme bei der Beschaffung bereiten wenn mal etwas ausgebessert werden muss. Kein Farbhersteller sonst liefert RAL Töne die wirklich definiert sind, alle (mir bekannten) haben Phantasienamen für ihre Farbtöne.

P1000171Nach der Freude ging es an den Ankerkasten von draußen, Danboline ein extrem harter 1K Lack wurde nun gerollt, eine zweite Lage noch, dann sollte das Thema auch erledigt sein. Die Kette markieren und wieder in die Kiste ist dann P1000172der letzte Schritt. Innen wurde im Vorschiff die Kajütwand geschliffen und ein wenig herumgebastelt. Dann war es auch schon wieder dunkle Nacht und der Magen rief nach Nahrung. Demnächst werden die Regale und Trennwände gesägt und angepasst. Danach ist das Vorschiff nicht fertig, aber bewohnbar.

Als nächstes steht der Einbau des Kühlschranks und der Arbeitsplatte mit Spülbecken an. Zwischenzeitlich muss zu Hause lackiert werden.

Letzte Kosmetik

P1000166Die letzten Tage habe ich damit verbracht immer wieder zu spachteln, zu schleifen und zu lackieren. Gestern habe ich den (hoffentlich) letzten Lack innen aufgetragen und die Ankerwinsch endgültig gedichtet und fest geschraubt. Ziemlicher Fummelkram, den ich mir selbst eingebrockt habe weil ich ja den Motor unbedingt im Trockenen haben wollte. Ich hoffe das wird mir mit weniger Korrosion und längerer Standzeit gedankt.

Heute habe ich dann noch ein paar Kanten innen und außen mit Faserspachtel bearbeitet und dann die untere Abdeckung und die hintere Abdeckung angezeichnet. Die wird dann gesägt und morgen angepasst. Dann sollte, wenn alles gut geht, mit etwas Lack und ein wenig schleifen das Thema Ankerkasten und Vorschiff erledigt sein.

Nebenbei treibt uns, mal wieder das Thema Antirutschbeschichtung um. Vor Ort konnte ich das zuletzt favorisierte Interdeck in Creme nicht leicht bekommen. Nun keimt das Thema Kiwigrip wieder auf. Das ist zwar ca. 5fach teurer als Interdeck würde aber alle Fehlstellen komplett kaschieren. Bestechend, es ist wasserbasierend, damit ist dann auch das absolut trockene Deck nicht unbedingt notwendig.

Geschliffen und grundiert

P1000134Sturm, Regen und Eiseskälte gestern. Heute weniger Regen aber immer noch Sturmböen und Kälte – 13°C zum Sommeranfang, das lässt hoffen…

Trotzdem, morgen ist Familienbesuch in Frankfurt angesagt, Wir fahren zu Wanambi, glattschleifen des Spachtelwerks, dann juckt es in den Fingern, ich lackiere mit 1K Acryl/PU Lack die Rückwand. Die nun sichtbar gewordenen Unebenheiten werden dann nächste Woche mit Feinspachtel geglättet und die nächste Schicht wird aufgetragen. Man sieht aber schon mal Licht am Ende des Tunnels.

Was ist aus der Idee der Vertiefung geworden? Nun ja erst einmal bleibt alles, wie es ist. Sollte es Probleme beim Ankern geben wird die Option dann doch ausgeführt. Die Arbeit ist überschaubar, wenn sie auch Schlangenmenschen erfordert.

Langsam

P1000130kann man bemerken, dass der Ankerkasten eines Tages fertig sein wird. Zuerst habe ich die abstehenden Fasern vom Laminat abgeschliffen, dann mit Polyester Feinspachtel die Ecken und Kanten so weit es ging ausgespachtelt. Ich muss aufpassen, dass ich mir hier nicht zu viel Mühe mache, schließlich verschwindet all das hinter einer Blende und wird maximal ein Schapp für Kleinkram. Es kommt also nur darauf an, dass es keine scharfen Kanten dort gibt.

Später gibt es eine Einladung, Sandra hat drei Dorsche gefangen, die werden gedünstet und verspeist. Es folgt ein langer Abend…

Wieder laminieren

P1000128Heute ist die Innenseite der Rückwand an der Reihe. Nun hab ich den Trick langsam raus um recht blasenfrei und auch über Kopf die Matte zum halten zu bekommen. Also; keine zu großen Stücke auf einmal kleben wollen, dann erst den Untergrund satt einstreichen. Nun die Matte gegenkleben um mit einer trockenen Rolle festrollen. Jetzt mit Harz von außen einrollen bis die Matte klar wird.. So hält alles auch über Kopf. Der “Knick” an der Achse der Winde wurde mit ultrafeiner Matte laminiert um den Materialauftrag so klein wie möglich zu halten.

P1000129Als ich fertig bin sitze ich im Bugraum und schaue mir alles an. Jetzt fällt es mir wie Schuppen aus den Augen. Das nutzlose Dreieck ganz vorne hätte ich noch als Ankerkasten mitnutzen können und damit mehr Stauraum geschaffen. Schaun wir mal was aus dieser Idee wird.