Cappy Cup und Ankertest

Wie an jedem ersten Wochenende im September, es ist Cappy Cup. Diesmal mit Heimvorteil beim SSFH.

Leider war die diesjährige Regatta von Flaute bestimmt. Fünf Startverschiebungen und dann für alle die kurze Bahn.

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Cappy Cup 2017 Bilder

Ganz nebenbei, mal eben schnell…

Unser Freund Bobby hatte uns gebeten einen Ankertest zu machen, 60 Meter 10 mm Kette DSC08344auf 17 Meter Wassertiefe, dazu 27 kg Anker. Insgesamt so runde 180 bis 200 kg mit der manuellen Lewmar Seatiger 555 wieder aufholen und die Zeit stoppen. Kein Problem, hatte ich vollmundig behauptet, das Geschirr ist in einer Minute an Bord. Hatten wir das Geschirr beim Cappy Cup 2012 benutzt und keinerlei Probleme. Doch heute war alles anders, schwüle Luft, nicht wirklich warm aber eben schwül. Die 60 Meter waren komplett draußen und es ging gegen die Uhr. Lange Rede, beim ersten Rennen hab ich rund 4 Minuten gebraucht, da waren aber nur 40 bis 50 Meter Kette draußen. Es kam wie es kommen musste, kurz bevor der Anker aus dem Wasser war klemmte die Kette, es hatte sich ein Haufen gebildet. Beim Wegräumen des Haufens sprang die Kette von der Nuss und rauschte nun komplett aus. Gottlob kein Finger oder Arm in der Nähe, beides wäre einfach abgerissen. Das Finale aufholen dauerte nun deutlich über fünf Minuten. Zerschundene Finger, wunde Knie, lahmes Kreuz, wacklige Beine und mit dem Kreislauf am Ende war der Krempel wieder an Bord und ich geheilt von meiner Behauptung man brauche keine E-Winsch.

Ziemlich kleinlaut berichtete ich Bobby von dem Versuch. Eine E-Winsch steht nun auf der to do Liste.

Cappy Cup 2015

Es ist Sonnabend, der Cappy Cup 2015 ist vorbei. Da wir Besuch haben kommen wir erst am späten Nachmittag. Eine Regatta bei 8 Bft ist schon was. Ein paar zerfetzte Segel und ein gebrochener Mast scheinen aber die einzigen Schäden zu sein. Na ja, das schreibt sich so leicht wenn der eigene Mast noch oben ist und die eigenen Segel noch heil.

DSC04809Sogar die 2.4mR sind zu einer Wettfahrt gestartet. Unglaublich was die kleinen Dinger abkönnen. Für eine zweite Wettfahrt und die Wettfahrt am Sonntag war dann aber doch zu viel Wind.

 

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Bei den Liegeplätzen wird jede Möglichkeit genutzt. Die Mehrrumpfboote gesellen sich schnell zusammen. Da wird schnell eine neue Insel erstellt.

 

 

DSC04812Wanambi bekommt einen Nachbarn außerhalb der eigentlichen Liegeplätze. Die Besatzung klettert am Rettungsring vorbei um auf die Brücke zu kommen Zwinkerndes Smiley

 

 

DSC04811Abenteuerlich wird die Energieversorgung. Das ist ja schon ohne “Überbelegung” nicht unbedingt einfach an normalen Wochenenden an Strom zu kommen – jetzt zahlen sich die großen Sicherungen aus…

Der Tag der Entscheidung

Gleich vorneweg, wir sind alles andere als Regattasegler, weder Taktik noch Material sind geeignet um ernsthaft Regatten zu segeln. Heute kommt das Wetter hinzu, leichter Wind, fast Flaute kurz nach dem Start, drehende Winde nun ja. Es ist schon witzig, wie ein Spaßregatta zu einer ernsten Sache mutiert sobald sie gestartet wurde.

Dabei sein ist eben alles Smiley. Wir starten in einer Gruppe mit extrem schnellen Booten und reihen uns hinten ein. Lycka hat einen Yardstick Wert von 96. ein Witz, da wären wir ja ein richtiger Racer.

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Erst einmal ging es halbwegs, aber unser Schiff ist nicht für 1 bis 2 Bft. gebaut, vor allem das für das Fahrtensegeln bequeme Rollgroß macht bei so wenig Wind so seine Probleme.

Mitten in der Flaute kommen uns die ersten schon wieder entgegen, gut das ist eine andere Klasse, da müssen wir uns nicht schämen.

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Immerhin, bei der Backstagsbrise zur Wendetonne, von jetzt schon mal 12 bis 13kn, können wir sogar den einen oder anderen aussegeln.

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Die Kreuz zum Vorwindkurs läuft richtig gut, ziemlich viele bleiben im Kielwasser. Lycka liegt ordentlich auf der Backe und den Wind mag sie offensichtlich. Beim Überholen einer modernen Dufour schau ich mir die doch klaren Bavaria Linien der neuen “Franzosen” an.

 

DSC03478Auf dem Raumschot Kurs, ein Wunder, dass der Wind nicht noch mal gedreht hat, tüdeln wir mit dem Genacker herum. Bis die Blase fliegt vergeht einige Zeit, Eigentlich hätten wir jetzt rundum versägt werden müssen, aber wie durch ein Wunder verlieren wir nicht mal einen Platz.

Der Genacker ist eigentlich mindestens zwei Nummern zu klein, dafür steht er richtig ruhig – man kann eben nicht alles haben.

Allerdings hat unser Skipper Dieter jetzt das Messer zwischen den Zähnen. Ab jetzt ist es ernst, es wird Regatta gesegelt…

 

Wir holen gut auf als der Wind mehr nach halb dreht, es sieht alles nicht übel aus bis wir dann endlich in völliger Flaute stehen und eine 180° Dreher etwas zu spät bemerken und eine halbe Minute zu spät mit dem Schiften beginnen.

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Hätten wir mal besser auf Calle Strömer aufgepasst, der hat das die 30 Sekunden vor uns gesehen und schwupp war er vorbei. So hat uns auch noch Tim erwischt, der den Genacker zwei Nummern größer hat und dazu mit zwei Schoten fuhr. Da geht der Wechsel des Bug natürlich schneller als unsere um den Bug Tragerei der einen Schot.

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Sei es drum, wir sind durch das Flautenloch doch noch über die Ziellinie gekommen und bekamen unseren Sekt durch die Gummiboot Crew gebracht.

Wir sind alle froh, dass die Rumsteherei zum Schluss nun, nach 45 Minuten, doch ein Ende gefunden hat und freuen uns auf die Regattafete.

Mehr tolle Bilder sieht man hier: http://www.wsf-flensburg.de/index.php?article_id=192

Vorbereitung

Morgen ist es soweit, der Cappy Cup 2014 wird gestartet. Heute werden die Crews eingewiesen und die Mini 12er (2.4mR) vorbereitet. Immerhin sind die 2.4mR eine Ranglistenregatta.

Bernd hat Bastis Mini vom Industriehafen nach Wassersleben gebracht, Basti hat den Zug aus Hamburg verpasst, so kommt er um die Vorbereitungen herum und kann sich nur auf das Segeln konzentrieren. Zwinkerndes Smiley

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Wir finden uns auf Lycka ein und besprechen kurz das Wetter und die Taktik. Allzu lange wir der Abend nicht, ich Wahnsinniger habe gesagt, dass ich morgen früh an der Skipperbesprechung teilnehme, dabei bin ich ja gar nicht der Skipper. Das heißt um 6:30 Uhr aus den Federn, um um 8:00 Uhr beim WSF, Bahnen und Wetter hören.