Die Qual beenden

P1000173Eine halbe Ewigkeit haben wir gehadert, gefunden, verworfen. Jetzt endlich haben wir die richtige Farbe für die Antirutschbeschichtung an Deck gefunden. Nach dem vielem, immer und immer wieder schleifen, malen, spachteln P1000168endlich einmal ein Highlight. Es wird uns sicher noch eine Menge Kopfweh bereiten die nun ausgesuchte Farbe Kiwigip in RAL 1015 aufzutragen, aber das ist erst einmal Nebensache. Der RAL Ton 1013 wäre sicher noch näher an dem Perfection creme Farbton, aber Kiwigrip liefert serienmäßig RAL 1015. Eine Sondermischung würde uns für die Zukunft Probleme bei der Beschaffung bereiten wenn mal etwas ausgebessert werden muss. Kein Farbhersteller sonst liefert RAL Töne die wirklich definiert sind, alle (mir bekannten) haben Phantasienamen für ihre Farbtöne.

P1000171Nach der Freude ging es an den Ankerkasten von draußen, Danboline ein extrem harter 1K Lack wurde nun gerollt, eine zweite Lage noch, dann sollte das Thema auch erledigt sein. Die Kette markieren und wieder in die Kiste ist dann P1000172der letzte Schritt. Innen wurde im Vorschiff die Kajütwand geschliffen und ein wenig herumgebastelt. Dann war es auch schon wieder dunkle Nacht und der Magen rief nach Nahrung. Demnächst werden die Regale und Trennwände gesägt und angepasst. Danach ist das Vorschiff nicht fertig, aber bewohnbar.

Als nächstes steht der Einbau des Kühlschranks und der Arbeitsplatte mit Spülbecken an. Zwischenzeitlich muss zu Hause lackiert werden.

Weiß, wo man nicht mehr hin kommt

P1000063Langsam aber sicher kommt der Zeitpunkt zu dem der Boden eingeklebt wird. Eine Dose Danboline hatte ich noch, also geht es nun ran an die Bugspitze und die unteren Kanten. Das Laminat wird getüncht. Nun kommen die Unebenheiten. P1000064von alten Schrauben und allerlei früherem Spachtel. Den Boden hab ich wenig ausgeputzt damit er besser passt. Morgen kommen noch einmal ein bis zwei Schichten auf das Laminat und der Boden wird eingeklebt.

Der Wichard Bügel wurde heute seiner Bestimmung übergeben und hält nun das Kutterstag. Das Ganze macht einen soliden Eindruck. Das Kettenende könnte man gut an der Unterseite befestigen. Mal sehen ob ich da einen Bügel mit 35mm Lochabstand finde.

Schutzschicht und Bügel

P1000055Im Winter verworfen und jetzt doch. Heute habe ich eine Lage Glasfaser im Ankerkasten einlaminiert, ohne Bauplatte wie ich es ursprünglich vor hatte. Das mit der Bauplatte geht leider nicht weil die Fläche zu uneben ist. Die Matte P1000056zuschneiden und anlegen – ich hatte die Idee die Matte einfach mit Krepp zu fixieren – war kein Problem. Die Suche nach dem Walzengriff war dann doch eines. Ich hab einfach keinen gefunden außer einem kleinen Griff für 50er Walzen P1000060hab ich nichts gefunden, also die 110er auf den kleinen Griff. Das klappte für 10cm. Dann rutschte die Walze ständig aus dem Halter. Unter viel schimpfen hab ich die Matte eingekleistert. Ging am Ende doch ganz gut, aber morgen vergesse ich den Griff und die Walzen nicht mehr. Nebenbei noch Backbord und Steuerbord ein Leerrohr ankleben um die Kabel für die Positionslampen zu schützen. Mit dem Rest Harz verfülle ich mit Mattenschnipseln ein paar Löcher.

Dann geht es an den Wichard Bügel der das Kutterstag halten soll. Messen anzeichnen Bohren und den Bügel einschrauben. Ginge doch nur alles so schnell.

Gleiswerk zum Zweiten

Das Wetter hat sich wieder beruhigt. Es ist trocken und sonnig, dazu fast Windstill. Ich habe die Oberfräse mitgebracht. Zuerst werden die Kanten der Streben im Ankerkasten abgerundet, dann DSC09122noch die Kanten der Verstärkungen der Bodenplatte. Das macht Lärm, deshalb war es das erste Werk heute. Weiter geht es mit der Backbord Genuaschiene. Klar beim ersten Loch verbohre ich mich, das alte Loch war dicht am Neuen und so hab ich mit einfach verguckt. Kein Beinbruch, das Loch wird zugeschmiert und es geht weiter. Backbord geht es deutlich schneller von der Hand. Bis auf die Muttern, hier ist so einiges im Argen, zum einen kommt man an zwei Schrauben nur mit Verrenkungen heran, zum anderen ist eine so dicht an den Püttingsverstärkungen für den (bei uns nicht vorhandenen) Besanmast, dass keine Mutter dort hin passt.

Der Knaller ist jedoch die hintere Holzverstärkung. hier schauen die Schrauben nicht heraus – längere werden aus anderen Löchern heraus gedreht, immer noch nicht. Durch Zufall sehe ich, die Holzplatte hängt schräg. Ich ziehe sie ab. Drunter ist Faserspachtel der wie Kaugummi ist, ganz offensichtlich wurde vor 45 Jahren der Härter vergessen. Also das Holz sauber kratzen, die Klebestelle sauber kratzen, frischen Faserspachtel auftragen und mit den Muttern bei ziehen. In stockdunkler Nacht sind wir fertig, mit den Nerven und am Ende unserer Kräfte.

Gleisarbeit

Aber heute… wir sind etwas früher an Bord. Beladen mit den Genuaschienen geht es an Bord. Zuerst Steuerbord lege ich das alte Edelstahl Unterteil auf. Das ist das Krümmungsmuster, die Bohrschablone und vor allem der Abstandhalter zum Deck um am Dieseleinfüllstutzen vorbei zu kommen.

DSC09123Jetzt zeigt sich, die Vorarbeit zuhause hat sich gelohnt. Die Kanten mit Krepp als Kratzschutz abgeklebt habe ich in der Mitte die ersten zwei Löcher in das Deck gebohrt. Die Schrauben mit Sikaflex eingeschmiert und eingedreht. Die M6 DSC09125Schrauben schneiden ein Gewinde in das 5,5mm Bohrloch. Dann Stück für Stück weiter nach achtern und vorne. Anfangs kann ich die Schiene mit der Hand in Position ziehen, dann geht es mit dem Genuaschlitten einer Schot und der Genuawinsch achtern und über eine Umlenkung an die Fallwinsch vorne. So ziehe ich die Schiene Millimetergenau in Position, bohre das Loch und drehe die Schraube ein. 25 Löcher und 25 Schrauben später sitzt die Schiene wie sie soll.

Jetzt von unten die Muttern mit den Scheiben aufdrehen und festziehen. Das hört sich schnell und einfach an, ist aber bei einigen Muttern eine kniffelige Angelegenheit. Nur mit Verlängerung und viel Geduld ist dann die Schiene fest.

Backbord bohren

DSC09086So ist es mit sprunghaften Menschen, gestern noch ohne Unterlage, heute wird doch gebohrt. Ich hab mir zwei 6,8mm und einen 10mm Edelstahlbohrer geleistet. Einfach nur um Backbord und Steuerbord gleichmäßig zu haben. Die ordentlichen Bohrer beißen wie von Zauberhand in den Edelstahl. Die Löcher sind schnell gebohrt, auch der Versatz ist kaum zu sehen. Sicherheitshalber werden alle Löcher auf 10mm aufgebohrt.

Jetzt stellt sich die Frage wie man am Besten vorgeht, bei der Montage. Auch das wird sich finden. Es sieht aus als wäre der Beginn in der Mitte am vielversprechendsten.

Noch einmal bohren

Die halbe Nacht hab ich damit zugebracht wie ich das Bohren umgehen kann. Partielles unterfüttern, dort wo der Dieseleinfüllstutzen sitzt und, und, und. Am Ende hab ich alles verworfen weil es halbe Sache ist.

DSC09081Also noch mal ran, mit feinen permanent Markern erst mal all Löcher neu markiert, dann mit dem 5mm Bohrer und danach mit dem 9mm Bohrer mit Wasserkühlung Löcher gebohrt. Zum Teil mit der Feile aufgerieben. Fünf Löcher, mehr hält ein DSC09080Standard HSS Bohrer im Edelstahl nicht durch. Man merkt wenn er stumpf wird. Das Bohrloch wird schlagartig übermäßig heiß. Durch die Wasserkühlung sieht man das Wasser verdampfen, dann ich Schluss. Nach einigen Stunden sind die Löcher so wie sie sein sollen. Nun geht es zur “Anprobe”. Zwei alten Paletten werden als “Deck” zusammengeschoben und nun wird nicht mehr die Edelstahlschiene mit der Aluschiene gebogen sondern die Edelstahlschiene dient nur noch als Kurvenmuster. Loch für Loch wird in das Holz gebohrt. Dann Schraube durch und weiter. So entsteht die original Kurve und alles klappt am Ende schneller als gedacht. Ich weiß noch nicht ob ich mir das Edelstahl Bohren auch an BB antue. Es kostet viel Zeit, Nerven und vor allem jede Menge Bohrer. Alternativ könnte ich für teuer Geld Edelstahlbohrer kaufen… Aber wie die sind wirklich teuer.

Schiene bohren, Boden sägen

Es ist heute regnerisch und kühl. Der Süden der Republik wird gerade verwöhnt, ärgerlich aber nicht zu ändern.

DSC09077Als Folge des Wetters stehe ich in der Werkstatt und bohre Löcher in die Edelstahlschiene damit das wieder angebaut werden kann. Klappt erst mal gar nicht, die Bohrer sind stumpf Trauriges Smiley. Irgendwann klappt es mit scharfen Bohrern. Das erste Drittel hatte ich ja schon gebohrt, das zweite Drittel ging gut und die Löcher passten. Im Übermut bohre ich mehr Löcher gleichzeitig. Nun ja, Katastrophe, wahrscheinlich durch die Biegung wandern die Löcher nun von denen der Pfeiffer Schiene aus – Mist. Ich überlege nun wie man das umgehen kann.

001Nebenbei, immer wenn die Bohrmaschine sich abgeschaltet hat, säge ich die Kanten der Bodenblatte vom Ankerkasten, die kleine Tauchsäge tut sich schwer mit dem Polyester/Glasfaser Laminat. Soll sie auch, denn der Boden muss mal 200kg aushalten. Zum Schluss noch die Kanten mit Kreppband zukleben damit man sich nicht verletzt und nun ist Schluss für heute. Die Schienen gehen mir nicht aus dem Kopf, das muss doch irgendwie zu machen sein.

Löcher zu

Ein wenig spacheln im Ankerkasten und vor allem die alten Löcher der 007Genuaschiene zuspachteln. Dann noch mal zur Sicherheit die Schablone für die untere Ankerkastenplatte anhalten um die verkorkste Platte nicht auch noch zu zersägen.

005 004

Fast noch wichtiger, der Windmesser zeigte ja die korrekte Richtung aber keine Windgeschwindigkeit an. Recherche im Internet ließ das schlimmste befürchten. Alles deutete auf eine defekte Platine im Geber, oben am Mast, hin. Damit wollte ich mich nicht abfinden, also noch mal alle Kabel auseinander, Beim losdrehen zeigt plötzlich die Windgeschwindigkeit einen Wert. Das Messgerät vorher zeigte nichts. Seltsam, vielleicht ein “Wackelkontakt” oben im Mast? Nach einigem hin und her zeigt sich der Fehler, die Kabel, besser Käbelchen, von der Stärke einer Telefonlitze waren korrodiert und fanden keinen Kontakt mehr, nach mehrmaligen an- und abklemmen brachen die korrodierten Litzen einfach ab, neu abisolieren, jeweils eine Endhülse drauf und siehe da der Windmesser zeigt alles was er zeigen soll.

Kabel versenken

Gestern und heute hab ich mich mit den Kabeln vom Mast beschäftigt. Die große Enttäuschung war der 5 polige Stecker von Hellamarine. Die Dinger kann man geflissentlich versenken, sie taugen keinen Schuss Pulver. Nach fünf Jahren ist das Buchsengehäuse derart mürbe, dass man es nicht mehr festschrauben kann. Es zerbröselt in alle Richtungen. Also Plan B, für das Radarkabel wird eine große Durchführung angesetzt, Windmessanlage und UKW Antenne kommen in die andere große Durchführung, die drei anderen Kabel werden in die ausgehöhlten Stecker eingebaut und gehen direkt durch das Deck. Das hat schon die ganzen Jahre hervorragend geklappt. Bei der Montage, ich musste ja alles für die Lackierung abbauen, brechen Schrauben ab, halten nicht mehr… es ist ein Kreuz. Irgendwann gestern Abend hab ich alles fest, so wie es ein soll.

001Heute werden die Kabel durchgesteckt, das Kreuz und Quer. Liegt an den äußeren Gegebenheiten und ist nicht zu vermeiden. zum Schluss noch das Gewürge zwei Kabel das eine Loch zu bekommen. Nach einer Weile klappt auch das. Nun unter Deck die Kabel verbinden, klappt alles prima, Ankerlicht funktioniert, Dampferlicht, Decksbeleuchtung, Schallsignal, alles prima. Nur die Windmessanlage zickt mal wieder, also Kabel ab, Kabel dran mal geht es so la, la, mal gar nicht es ist zum Mäuse melken. Morgen noch mal mit dem Messgerät ran um zu sehen ob alles guten Kontakt hat. Dann muss der Mast getrimmt werden und zuhause die Genuaschienen mit den alten Edelstahlschienen vorgebogen werden…