Letzter heißer Tag

P1000580Natürlich konnte es keiner wissen, aber heute war der letzte heiße Tag. Morgen wird es wie aus Kübeln regnen. Die Klampen, Klemmen und die Winsch für die Rollfock werden angeschraubt. Effekt: Unter Deck wird wieder ein größeres Stück frP1000582ei, das mit den Teilen belegt war.

Jetzt kann das Deck endlich als fertig, rutschfest und begehbar angesehen werden – ein großer Klumpen fällt uns vom Herzen.

Die nächsten Projekte sind die Verkabelung, der Einbau des Kühlschranks und des Wassermachers. Daneben muss nach dem Desaster mit dem Auspuff der Dieseltank geleert und ausgebaut werden. Da möchten wir wahrlich keine durchgerostete Stelle finden. Es bleibt also spannend.

Doch noch fertig…

P1000576Man glaubt es kaum. Jeden Abend Regen. Gestern konnte ich endlich die erste Lage Interdeck an Steuerbord aufbringen. Heute, nachdem es wieder geregnet hatte, am Abend die zweite Schicht. Das Achtere Cockpit hatte ich fast vergessen, hat aber P1000577auch Farbe abbekommen. Rund drei 2/3tel Dosen hab ich verbraucht – vielleicht manchmal ein wenig zu dünn, aber das ist kein Beinbruch, das Interdeck lässt sich prima unsichtbar ausbessern.

Nun sieht Wanambi zumindest von außen wieder wie ein ordentliches Schiff aus – Unter Deck ist upside down angesagt. Der Wassersammler blockiert hier alles.

P1000572Jerry schließt Freundschaften – das gab es noch nie. Zumindest duldet er einen Jungkater (von einer Dreierbande) in seiner Nähe. Streit gibt es trotzdem aber (noch) akzeptieren sich die Beiden.

Pfingsten, klasse, Regen und Sturm

P1000564Der Verein ist auf Geschwaderfahrt, die Vindö Freunde treffen sich in Ærøskøbing. Ich dachte ich bekomme das Deck fertig. Doch nein, der Wettergott meinte es könne ja regnen und stürmen. Der Wind P1000561ist nicht das eigentliche Problem. Im Regen ist halt schlecht mit Farbe auftragen…

So ist es nun Pfingstsonntag. Backbord wird noch mal gereinigt, und nun von Achtern bis Bug mit eP1000563iner Schicht Farbe versehen. Trotz aller Widrigkeiten, es macht Spaß endlich wieder mal was sichtbares zu machen. Das Gewurstel an Kabeln, Schläuchen, Töpfen ist nötig aber doch eher frustrierend. Hoffen wir mal, dass der Wassersammler bald erledigt ist und ein paar Löcher wieder verschlossen werden können.

Ein wenig Glück und die zweite Schicht ist morgen Abend drauf. Dann noch nach Steuerbord und das Deck sollte erledigt sein – schaun wir mal.

Kalt, Regen, Wind – mal wieder

Eigentlich, ja eigentlich hätte es heute trocken sein sollen, kühl aber trocken. Schon in der Nacht zogen leichte Gewitter durch und heute Mittag wiederholte sich das Ganze. Irgendwann kam die Sonne durch und damit die Hoffnung.

P1000554Am Abend dann also zu Wanambi. Die übrig gebliebenen Pfützen abgetrocknet alles Vorbereitet und zur zweiten, finalen Schicht angesetzt. Beginnt es doch zu regnen, einige wenige tropfen nur. Ich bin am verzweifeln. Das kann doch nicht wahr sein.

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P1000560Zum Glück waren es wirklich nur ein paar Tropfen und die waren durch den starken, etwa 20 bis 25 Knoten Wind schnell wieder trocken. Also weiter mit dem Werk. Es ist immer wieder frustrierend über Farbe noch einmal zu rollen und eigentlich bis auf Kleinigkeiten nichts zu sehen. Trotzdem, am Ende sieht man deutlich eine wesentlich gleichmäßigere Farbe an Deck und im Cockpit. Morgen dann das alte Arbeitsgummiboot umpacken sauber machen und weiter geht es.

Cockpit, StB achtern

P1000551Nachdem der Farbton recht gut harmoniert wird jetzt strukturiert die erste Schicht Interdeck Ton 009 (Sand Beige) aufgetragen. Doch zuvor hat der Gott der Farbe die Reinigung gesetzt. Also den vom Werkzeugfachmarkt LIDL im letzten Jahr P1000549erworbenen (herabgesetzten) 25 Euro Hochdruckreiniger zusammenbauen mit CG-Cleaner die angefeuchteten Flächen abbürsten und danach mit der Dreckfräse absprühen. An Deck P1000550geht das recht gut. in der Cockpitwanne hat sich allerdings so einiges angesammelt. Nun ja die Eskapaden mit der Heizung im Winter haben halt ihre Spuren hinterlassen. Ein ziemliches geackere mit der Spülbürste Zentimeter für Zentimeter zu säubern. Zum Glück ist es recht warm, so trocknet die Fläche nach der Dreckfräse schnell.

Mein ursprüngliches Vorhaben, alles mit dem Pinsel zu bearbeiten, verwerfe ich schnell. eine Schaumstoffrolle arbeitet schneller und gleichmäßiger. Die Farbe ist recht dick eingestellt, so kommt man mit dem Pinsel einfach nicht voran. Lässt sich doch sehen, die erste Schicht.

So wird es mal aussehen

IMG_20190604_205228Es wird Zeit endlich das Deck mit Antislip Farbe zu bearbeiten. Das lange hin und her Kiwigrip, Interdeck hat endlich ein Ende. Es ist nun doch Interdeck geworden. Die Farbe ist einfacher zu verarbeiten, kann an den Kanten mit Pinsel oder Rolle sauber gestrichen werden ohne lange Abklebearbeiten. Der Ton “Sand Beige” passt recht gut zum Creme.

Nebenbei, nein vorher, habe ich die LED Hecklaterne mit ihrer Halterung angebracht. Wie immer eine Aktion die wesentlich länger gedauert hat als ich annahm. nun ist sie fest und leuchtet, wie sie soll.

Die Qual beenden

P1000173Eine halbe Ewigkeit haben wir gehadert, gefunden, verworfen. Jetzt endlich haben wir die richtige Farbe für die Antirutschbeschichtung an Deck gefunden. Nach dem vielem, immer und immer wieder schleifen, malen, spachteln P1000168endlich einmal ein Highlight. Es wird uns sicher noch eine Menge Kopfweh bereiten die nun ausgesuchte Farbe Kiwigip in RAL 1015 aufzutragen, aber das ist erst einmal Nebensache. Der RAL Ton 1013 wäre sicher noch näher an dem Perfection creme Farbton, aber Kiwigrip liefert serienmäßig RAL 1015. Eine Sondermischung würde uns für die Zukunft Probleme bei der Beschaffung bereiten wenn mal etwas ausgebessert werden muss. Kein Farbhersteller sonst liefert RAL Töne die wirklich definiert sind, alle (mir bekannten) haben Phantasienamen für ihre Farbtöne.

P1000171Nach der Freude ging es an den Ankerkasten von draußen, Danboline ein extrem harter 1K Lack wurde nun gerollt, eine zweite Lage noch, dann sollte das Thema auch erledigt sein. Die Kette markieren und wieder in die Kiste ist dann P1000172der letzte Schritt. Innen wurde im Vorschiff die Kajütwand geschliffen und ein wenig herumgebastelt. Dann war es auch schon wieder dunkle Nacht und der Magen rief nach Nahrung. Demnächst werden die Regale und Trennwände gesägt und angepasst. Danach ist das Vorschiff nicht fertig, aber bewohnbar.

Als nächstes steht der Einbau des Kühlschranks und der Arbeitsplatte mit Spülbecken an. Zwischenzeitlich muss zu Hause lackiert werden.

Weiß, wo man nicht mehr hin kommt

P1000063Langsam aber sicher kommt der Zeitpunkt zu dem der Boden eingeklebt wird. Eine Dose Danboline hatte ich noch, also geht es nun ran an die Bugspitze und die unteren Kanten. Das Laminat wird getüncht. Nun kommen die Unebenheiten. P1000064von alten Schrauben und allerlei früherem Spachtel. Den Boden hab ich wenig ausgeputzt damit er besser passt. Morgen kommen noch einmal ein bis zwei Schichten auf das Laminat und der Boden wird eingeklebt.

Der Wichard Bügel wurde heute seiner Bestimmung übergeben und hält nun das Kutterstag. Das Ganze macht einen soliden Eindruck. Das Kettenende könnte man gut an der Unterseite befestigen. Mal sehen ob ich da einen Bügel mit 35mm Lochabstand finde.

Schutzschicht und Bügel

P1000055Im Winter verworfen und jetzt doch. Heute habe ich eine Lage Glasfaser im Ankerkasten einlaminiert, ohne Bauplatte wie ich es ursprünglich vor hatte. Das mit der Bauplatte geht leider nicht weil die Fläche zu uneben ist. Die Matte P1000056zuschneiden und anlegen – ich hatte die Idee die Matte einfach mit Krepp zu fixieren – war kein Problem. Die Suche nach dem Walzengriff war dann doch eines. Ich hab einfach keinen gefunden außer einem kleinen Griff für 50er Walzen P1000060hab ich nichts gefunden, also die 110er auf den kleinen Griff. Das klappte für 10cm. Dann rutschte die Walze ständig aus dem Halter. Unter viel schimpfen hab ich die Matte eingekleistert. Ging am Ende doch ganz gut, aber morgen vergesse ich den Griff und die Walzen nicht mehr. Nebenbei noch Backbord und Steuerbord ein Leerrohr ankleben um die Kabel für die Positionslampen zu schützen. Mit dem Rest Harz verfülle ich mit Mattenschnipseln ein paar Löcher.

Dann geht es an den Wichard Bügel der das Kutterstag halten soll. Messen anzeichnen Bohren und den Bügel einschrauben. Ginge doch nur alles so schnell.

Gleiswerk zum Zweiten

Das Wetter hat sich wieder beruhigt. Es ist trocken und sonnig, dazu fast Windstill. Ich habe die Oberfräse mitgebracht. Zuerst werden die Kanten der Streben im Ankerkasten abgerundet, dann DSC09122noch die Kanten der Verstärkungen der Bodenplatte. Das macht Lärm, deshalb war es das erste Werk heute. Weiter geht es mit der Backbord Genuaschiene. Klar beim ersten Loch verbohre ich mich, das alte Loch war dicht am Neuen und so hab ich mit einfach verguckt. Kein Beinbruch, das Loch wird zugeschmiert und es geht weiter. Backbord geht es deutlich schneller von der Hand. Bis auf die Muttern, hier ist so einiges im Argen, zum einen kommt man an zwei Schrauben nur mit Verrenkungen heran, zum anderen ist eine so dicht an den Püttingsverstärkungen für den (bei uns nicht vorhandenen) Besanmast, dass keine Mutter dort hin passt.

Der Knaller ist jedoch die hintere Holzverstärkung. hier schauen die Schrauben nicht heraus – längere werden aus anderen Löchern heraus gedreht, immer noch nicht. Durch Zufall sehe ich, die Holzplatte hängt schräg. Ich ziehe sie ab. Drunter ist Faserspachtel der wie Kaugummi ist, ganz offensichtlich wurde vor 45 Jahren der Härter vergessen. Also das Holz sauber kratzen, die Klebestelle sauber kratzen, frischen Faserspachtel auftragen und mit den Muttern bei ziehen. In stockdunkler Nacht sind wir fertig, mit den Nerven und am Ende unserer Kräfte.