Nun in der Presse

Wassersleben – Dienstagmittag: Einbrecher auf Segeljacht festgenommen

vom 25. August 2015
Harrislee, Flensburg, Pattburg (ots) – Nach einem Zeugenhinweis
konnte Dienstagmittag, am 25.08.2015, ein 48-jähriger Mann aus Süddeutschland auf einer größeren Segelyacht im Segelverein Wassersleben bei Flensburg auf frischer Tat von der
Wasserschutzpolizei Flensburg vorläufig festgenommen werden. Der Mann hatte sich nicht nur unbefugt auf der Segelyacht aufgehalten sondern bereits das Steckschott mit roher Gewalt aufgebrochen. Da der Zugang zur Steganlage verschlossen war, hatte der Täter schwimmend den Bereich hinter dem Tor erreicht und sich dann an der Segelyacht zu schaffen gemacht.Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnte dem Beschuldigten auch ein Einbruchsdiebstahl in eine andere Segelyacht am selben Ort zugeordnet werden, wo er einige Wertgegenstände entwendet hatte.

Es entstand jeweils erheblicher Sachschaden. Der Tatverdächtige zeigte sich auf dem Revier der Wasserschutzpolizei geständig und wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Flensburg
Pressestelle
Norderhofenden 1
24937 Flensburg
Matthias Glamann
Telefon: 0461/484-2010
Fax: 0431/9886442010
E-Mail: pressestelle.flensburg@polizei.landsh.de
Nun ja, für den Pressesprecher war es wohl nicht vorstellbar, dass der gleiche Einbrecher, zweimal auf dem gleichen Schiff war. Er hat aber bereits beide Einbrüche zugegeben. Das zweite Schiff war ein Motorboot, das aber nicht aufgebrochen wurde sondern als Nachtplatz genutzt wurde. Das Bier, und die Cola stammten vom Motorboot. Das benachbarte Segelboot sollte wohl aufgebrochen werden, dazu hat der Täter sich an das Werkzeug auf Wanambi erinnert. Als er das holen wollte wurde er auf frischer Tat erwischt.
Wir wissen nicht, wie oft er schon auf Wanambi nächtigte, Bei genauerem Durchsuchen stellte wir noch einig fehlende Dinge fest: Eine kleine graue Reisetasche mit ein paar Kleidungsstücken zum Wechseln, zwei Helly Hansen Regenjacken, zwei Life Belts.
Das Schott wurde zertrümmert und das Sprayhood Gestänge komplett verbogen, da hat er sich wohl dran gehängt um das Schott einzutreten.

Flickwerk

Nach dem Einbruch musste das Steckschott gesichert werden. Was sich einfach anhört ist gar nicht so einfach. Die Latten werden von innen mit einer Aluschiene durchgeschraubt, so, dass man nicht von außen an die Schrauben kommt, dass eine doppelte Verstärkung entsteht und das Schott nicht einfach weggedrückt werden kann. Hoffen wir mal, dass es erst mal hält.

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Noch einmal

Es ist nicht zu fassen, diesmal tatsächlich gegen Mittag fiel ein Mann mittleren Alters auf, der offensichtlich über die Steinmole, die man nur schwimmend erreicht, und eine weitere Schwimmeinlage auf die Brücke gelangte und nun seinen “gewohnten” Gang versuchte.

Zunächst wollte er auf das große Motorboot, dort hatte er beim ersten Einbruch Bier und Cola gestohlen und wohl auch genächtigt, zumindest geruht. Der Eigner war aber an Bord, so versteckte er sich kurz, lief dann seelenruhig über die Brücke und ging zu “seinem” Getränkedepot. Die Getränke waren nicht mehr da, so versuchte er wohl das Schiff zu öffnen. Das klappte nicht, und er ging wieder auf Wanambi. Das achtere Schiebeluk wurde nach dem ersten Einbruch zusätzlich gesichert, so kam er nicht in “sein” Schiff. Also versuchte er es vorne, doch dort klappte der Ruckeltrick nicht, das Resultat kann man sehen…

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Er wurde auf frischer Tat erwischt und von der Wasserschutzpolizei abgeführt. Das Steckschott wurde so weit repariert, dass ein nochmaliger Einbruch kaum noch möglich ist. Verrückt, bevor er seine Beutezug fortsetzen wollte hat er sich mit einem Eimer Wasser und einer alten Spülbürste “geduscht”.

In eigener Sache

Nun wurde ja in Wanambi eingebrochen. Das Diebesgut beschränkte sich auf, eine Offshore Rettungsweste, einen Schlafsack, eine elektrische Zahnbürste, ein paar Dosen Bier, ein paar Dosen Prosecco. Zusätzlich wurde teures Parfum versprüht, zwei Hanuta gegessen, eine Tube Melkfett ausgedrückt/benutzt, die Rettungsinsel auf das Nachbarschiff gebracht und versucht auszulösen.

So weit, so gut. Mittlerweile wissen wir von welchem Schiff das Bier gestohlen wurde welches auf dem Nachbarschiff zurückgelassen wurde. Dort wurde offensichtlich ein Gelage veranstaltet, leere Dosen schwammen Backbord und Steuerbord herum, die Polster wurden nach unten geholt, sonst ist auch dort zum Glück nicht randaliert worden.

Aber eines stört doch sehr!

Da wurden Beobachtungen gemacht. Wie bei der stillen Post weiß nun jeder etwas, hat etwas gesehen, es gibt die wildesten Gerüchte, so wäre das Schiff offen gewesen was natürlich extrem negative Fantasie ist, Wanambi ist IMMER verschlossen wenn wir nicht an Bord sind. Den Zugangscode zum Hafen geben wir AUF KEINEN FALL weiter, das haben wir noch NIE getan. Wenn, was auch noch nie vorkam, ein Mechaniker oder Handwerker an Bord kommt ist die Hafenmeisterin und/oder der Vereinsvorstand informiert.

Also, wenn jemand etwas ungewöhnliches beobachtet, dann nicht dumm herumerzählen, sondern, uns, oder wenn der Mut dazu fehlt, den Vorstand oder die Hafenmeisterin informieren. Alles andere ist kontraproduktiv und ausdrücklich nicht von uns gewünscht!

Die Zeit des Einbruchs ist ziemlich genau festzulegen, Am 18.08.2015 waren wir bis etwa 20:Uhr an Bord und haben nichts festgestellt, Am 19.08.2015 waren wir ab 18:30 Uhr im Hafen und haben keine unbekannten Gesichter gesehen. Es muss während der Dunkelheit geschehen sein, denn die Taschenlampe wurde benutzt um die Gegenstände zu finden. Alles andere ist ziemlich haltloses Geschwätz.

Wasserschutzpolizei

Gleich am frühen Morgen ruft Klaus-Peter an, wir sollten uns mit der Wasserschutzpolizei treffen um den Einbruch aufzunehmen.

Um 15:00Uhr treffen wir uns, die beiden Beamten können das Vorgehen nicht verstehen. Es waren noch vier Dosen Bier gestohlen, dazu vier oder fünf Dosen Prosecco, sonst nichts, außer eben dem Schlafsack (einer von zweien) und der Offshore Rettungsweste (eine von zweien).

Zu unserem großen Glück kein Vandalismus, nichts.

Auf Lycka ist nicht sichtbares passiert, außer der leeren Palette und der seltsam zerknickten Palette Faxe und natürlich unserer Rettungsinsel ist nichts zu sehen.

Die Geschichte beschäftigt uns doch sehr, wir werden die Rettungsinsel prüfen müssen weil sie nass ist.

Ungebetener Besuch

Gestern waren wir kurz auf Wanambi um ein Kartusche Silikon zu holen, vielleiht eine halbe Stunde, nicht länger. Wir kamen gegen 19:00 und waren um 20:00 Uhr wieder zuhause.

Heute kamen wir gegen 18:30 Uhr. Die Hafenmeisterin ging zu Heiner, es hatte sich ein Opti zwischen zwei Schiffe “geschmuggelt”. Heiner fuhr das Ding wieder an seinen Platz an Land. Wir schnackten noch eine kurze Weile, dann kam Michael mit sein süßen Töchtern. Die beiden enterten einen Mini 12er und hatten jede Menge Spaß.

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Wir zogen weiter, Jan und Uwe begegnen uns auf der Brücke wir ziehen weiter zu Wanambi. Uwe hat Ärger, wir laden ihn auf ein Bier ein, reden über dies und das.

Auf einmal fragt Ulli ob ich zwei Hanuta gegessen hätte, hatte ich nicht, ich wusste nicht mal dass wir noch welches haben. Aber es liegen hier zwei Verpackungen…

Nun geht sie in die Achterkajüte, kommt zurück, es fehlt eine Rettungsweste und ein Schlafsack! Jetzt wird es dubios, Jan sieht auf Lycka unsere Rettungsinsel, aufgerissen, die Auslöseleine um etwa 5/6 Meter herausgezogen. Es steht eine Palette Faxe Bier unter der Sprayhood, dabei ein gelbes T-Shirt. Pappe und eine flachgedrückte Toilettenpapierrolle.

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Ich gehe unter Deck und sehe mir Wanambi genauer an, die Paddel vom Gummiboot und vom Banana Boot stehen anders, es riecht stark nach Ulli`s Parfum, die Kulturbox geöffnet findet sich eine Tube Melkfett, die ausgedrückt ist, der Kopf abgerissen und fein säuberlich in die leere Tube gerückt. Die restlichen Hanuta sind wieder in der Box und die Box im Schapp und alles fein säuberlich verschlossen. Die Maglite steckt falsch herum an ihrem Platz, von der Vaseline keine Spur. Alles dubios und völlig ohne Sinn. Wir rufen Heiner an und erzählen im das seltsame Spiel. Dieter und Gabi gehen nicht ans Telefon.

Auf dem Heimweg kehren wir bei Gerd ein, er versteht nicht was das alles für einen Grund haben könnte.