Ulli ist wieder zu Hause

Nach dem Abstecher nach Frankfurt ist Ulli nun nach einigen Wochen wieder in Harrislee. DSC00138Entspannung, verarbeiten ihrer Erlebnisse, überlegen wie es weiter geht. Es ist eine schwere Zeit die uns abhält unsere Pläne zu verwirklichen. Carla Schenk hatte es mal gesagt – Du darfst niemals mit Sorgen losfahren…

Während dessen ist Stau auf der Sliprampe. Ein Ente (etwa unsere?) sucht Schutz vor dem Wind und der Kälte. Wohlgemerkt, es ist der 15. Juli.

Sie ist wieder da

Ohne Argwohn ging es in den Hafen. Das Flacheisen für das Vorstag sollte angebracht werden, das Gummiboot und die Plane vom Mastfuss weg. Da trauen wir doch unseren Augen nicht, die Ente ist wieder da, bislang ohne Eier aber sie spaziert auf dem Solarpanel umher, ist kaum scheu, sie ist es wahrhaftig wieder.

DSC04457

Ein lauer Abend

Das Radio hat noch seine Dauerstromversorgung bekommen. Die Möwe betrachtet den Abend. Und…
die Ente kommt uns besuchen. Mit ihren drei Erpeln landet sie neben Wanambi. Wir haben den Eindruck sie wollte gerne an Bord. aber die Traute fehlte am Ende doch.

DSC03019DSC03035

 

Wieder ruhig

Heute morgen war es noch ein wenig windig aber die Sonne zeigte sich langsam wieder. Eine gute Zeit für die morgige Produktion ein paar Vorbereitungen zu treffen. Nebenbei bekam die Front für das Bad eine weitere Lackschicht. Der Blaue Peter Satin lässt sich extrem gut verarbeiten wenn er fast 1:1 mit einem bei uns vorrätigen Lösemittel verdünnt wird.

DSC02811Danach geht es zu Wanambi, das Brett für die Armatur wird mit den Kunststoffplatten beklebt, die Exzenter Stücke, manche sagen S-Anschlüsse, werden mühevoll in den Löchern verklemmt. Eine Schraube sitzt nicht richtig, mal sehen ob ich da noch was mache, vieleicht kommt einfach eine Dreikantleiste drüber. Der Ausschnitt für den Abfluss wurde gesägt, der Überlauf verbunden und zum Schluss die Armatur zur Probe befestigt.

DSC02812Der zweitägige Sturm hat seine Hinterlassenschaften da gelassen. Eine Markierungsboje der Fischer ist wohl vom Netz abgerissen und an den Strand gespült worden. Die beiden Inseln sind schon wieder befestigt und auch das losgerissene Schiff ist wieder fest. Zum Glück ging alles ohne nennenswerte Schäden über die Bühne. Schon komisch, es waren “nur” 7 bis 9 Bft. aber genau auf die Mitten der Marina. Das machten gefühlte 10 Windstärken, dabei war die teilweise überspülte Mole sicher auch ein Teil des Gefühls von mehr Wind.

DSC02809Die Ente hat zwei Eier verloren, wir wissen nicht wann und warum und wer daran Schuld ist. Nun hat sie noch 9 Eier, nun ja Schweinsteiger und Neuer sind ja verletzt Zwinkerndes Smiley. Sie wird immer zutraulicher, frisst aus der Hand und beginnt zu betteln wenn einer von uns etwas in der Hand hält was sie für essbar hält. Sie kommt aus dem Gelege, setzt sich auf die Sitzbank, schaut herum startet, heute allerdings mal kurz mit einer Notlandung weil sie sich im Steuerrad verfangen hat. Bei der Rückkehr watschelt sie zielgerichtet zu Ulli und fordert ihr Weißbrot ein.

Zenit überschritten

Irgendwann in der Nacht war der Höchststand erreicht. Um die Jollen herum standen tiefe Pfützen. Die Inseln für die Jugend sind ausgehängt. Bei uns auf der Brücke hat sie ein Festmacher für ein Stahlschiff ausgehängt. Der Müll inklusive altem Grillgut liegt auf den Schwimmstegen.

DSC02800DSC02801

Der Sturm tobt weiter, insgesamt scheint er schwächer zu sein, aber es kommen immer noch Böen um die 9 Bft. durch. Es zeigt sich deutlich, Starkwinde und Stürme in Küstennähe sind ein Graus.

Die Ente lässt sich füttern, zieht von dannen, muss einfach mal raus. Ganz schön sturmerprobt, so ein Vogel.

DSC02806DSC02807

DSC02808

Montagen und Anpassen

Die letzte Schicht Toplack ist trocken. Das kurze Schott wird montiert, der Hängeschrank kommt in einer Hängepartie an seinen Platz. Klar, bei aller Planung hab ich übersehen, das Kabel muss von unten durchgeführt werden weil der Schrank nicht mehr zu kippen ist. Auch das Problem ist gelöst. Dann noch die Lampe anbringen und die Kunststoffplatten fein anpassen.

DSC02756DSC02758

Es war schon finster, die Ente hatte sich irgendwann mal weggeschlichen.

DSC02762

Nun ist Sie wieder da, im Sturzflug geht es zu Ulli. Hier gibt es noch ein Gute Nacht Leckerli. Dieses Federvieh ist unglaublich. Ich hätte jeden für verrückt erklärt, der mit erklärt hätte, dass eine Ente handzahm wird. Sie ist es.

DSC02763DSC02766

DSC02772

Schleifen und malen

Die GFK Rückwand hinter dem Hochschrank wollte mit nicht gefallen, also war Schleifen angesagt. Ein Versuch mit Heißluft wollte nicht gelingen. So wurde der Deltaschleifer zum Einsatz gebracht. Bei dem passte dann der Staubsaugeranschluss nicht. Der Lack, der vorher verwendet wurde begann zu schmieren und so wurde das ganze zu einer riesen Quälerei. Zum Schluss war die Farbe dann soweit runter und es wurde die erste Schicht Toplack aufgebracht.

DSC02745Die Ente zeigte sich ein wenig neugierig. Ulli hat sie an das Füttern mit der Hand gewöhnt, aber die unbekannten Geräusche ließen sie aufhorchen.

 

 

DSC02747

Dann schaut sie aber doch erst noch mal nach den Eiern, wer weiß ob die Geräusche nicht von dort kommen.

 

 

DSC02750Nein, aber die Geräusche sind schon seltsam! Na ja, wenigstens ist Ulli in der Nähe, dann kann es so schlimm nicht sein.

 

 

DSC02751

Aber jetzt geht es erst mal zum abendlichen Ausflug, Ulli wird’s schon richten.

Zweite Anprobe

Der Schnipsel vom kurzen Schott wurde gestern lackiert und war heute trocken. Noch die Kunststoffplatte vom linken Schott geschnitten, die Front vorgeschliffen und los geht es zur zweiten Anprobe.

Die linke und rechte Platte sind noch etwa 3 bis 4 mm zu lang, außerdem muss noch der Anschluss zum Hängeschrank angepasst werden. Die Platte für das Waschbecken passt perfekt.

DSC02734

Es lag Gewitterstimmung in der Luft. Etwas ungewöhnliches, drückende Schwüle machte das Arbeiten unter Deck nicht gerade erstrebenswert. Dann eben morgen, die Rückseite der Bordwand schleifen und mit Toplack lackieren. Dann muss noch der Hängeschrank provisorisch an seinen Platz damit ich sehen kann ob die Platten vom Schrank überdeckt werden oder ob der Schnitt auf die Außenkanten gehen muss.

Derweil betrachtet die Ente ab und an mal die Welt, holt etwas frischere Luft in den Brutkasten. Dieses Jahr ist sie wirklich tapfer. Sitzt immer auf den Eiern und kühlt sie wohl derzeit mehr als dass sie gebrütet werden. Letztes Jahr ging das ja gehörig schief, da waren alle Eier vergammelt.

DSC02735

Feinarbeit und Lack

Nach einem gemeinsamen Frühstück sind die Nachbarn nach Hause gefahren, der HSV spielt sein Relegationsspiel – letzte Chance.

Ich habe mich derweil ein wenig mit dem Schott im Bad beschäftigt, abgeklebt und zwei Lackschichten drauf.

Ganz nebenbei hatten wir Spaß mit der Ente. Der wurde es zu heiß und sie hatte Hunger. Also startete sie zu einem Ausflug, die Daunen wurden gerichtet, die Eier sorgfältig abgedeckt und dann stand sie auf der Kante vom Schwalbennest. Quack, Quack und los ging es. Nach etwa 30 Minuten tauchte sie neben Wanambi wieder auf. Noch mal kurz putzen und dann schwupp aufs Achterdeck. Ein Sprung und sie stand auf der Sitzbank.Dort wurde sie von Ulli erst mal gefüttert.

DSC02673DSC02674

Jetzt wurde erst mal der Kropf richtig gestellt und danach ging es in das Schwalbennest. Hier versuchte Ulli ob die Ente sich an letztes Jahr erinnert – sie tat es, sie fraß aus der Hand

DSC02679DSC02703

Sommer 2014

Nachdem die eine oder andere Hausarbeit nun kurz vor dem Abschluss steht geht es an die Vorbereitungen für den Einbau. Die Ecken und Kanten an die man sonst nie herankommt wurden versäubert. Das Schott wird zum finalen Lack vorbereitet und alles wird sauber gemacht.

DSC02651DSC02652

DSC02650Der Wasservogel schaut sich alles genau an, die üblichen Drohgebärden werden immer weniger. Sie erinnert sich an uns vom letzten Jahr. Das Brüten nimmt sie dieses Jahr etwas ernster. Die Eier werden nicht nur gewärmt, sondern auch gekühlt. Mit den 11 Eiern hat sie ihre liebe Not.

DSC02655Abends dann grillen mit ein paar Freunden. Die Mahlzeiten müssen ja nicht abgelichtet werden und Menschen beim Essen ist unpassend. Nach dem Essen wird den ersten etwas kühl. Der Fußcobb kommt zum Einsatz.

Und dann, kurz vor dem nach Hause gehen geschieht es, ein Ufo? Ein Flugzeug?, Eine Eisenbahn? Ein Schiff? Die beiden an der Schranke, die selbige als Reckstange nutzten, schauen mindestens so ungläubig wie alle auf der Terrasse. Kommt da einer, fährt über den Fußweg, zieht einen (am nächsten Tag deutlich sichtbaren) Kreis auf dem mühevoll geglätten Sand, läd ein paar Anglerkumpels ein (keine Ahnung ob die einen Wal gefangen haben) und verschwindet wieder über den Fußweg. Ziemlich dreist, die Jungs.

DSC02657DSC02653

Danach gab es noch einen Absacker im gut geheizten Boot. Dazu Klönschnack, damit fertig zum Schluss noch ein grandioses Bild bei leicht abnehmendem Mond. Hoffentlich gibt es noch ein oder zwei Sommertage Zwinkerndes Smiley

DSC02662