Dichten und Denken

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist heute endlich mal wieder ein sonniger Tag. Nicht besonders warm aber zumindest trocken. Es soll und muss zumindest die Fuge des achteren Rumpffensters halbwegs P1000332zugeschmiert werden damit sich im Spalt keine Algen bilden. Das würde die finale Dichtarbeit nur unnötig erschweren. Also das Arbeitsgummiboot aufpumpen und in das wackelige Etwas steigen. Dann mit billigstem Acryl die Fuge ausspritzen, dicht ist das Fenster schon mit dem Butylband alleine.

Schnell noch rüber nach Backboard und die marode Fuge ausschneiden und nachdichten. Dann im Boot, mal wieder, den Platz für die Heizung ausloten.

Anprobe und Maststütze.

Gestern nachts noch schnell geschliffen werden die Fenster heute anprobiert. Außerdem steht das Festschrauben der Maststütze auf dem Plan und die Löcher im Mastfuß sowie die von den Davits sollen zu.

Um es nicht so spannend zu machen, die Fenster passen immer noch nicht, nun müssen noch zwei Millimeter in der Länge ab, die Radien angepasst und die Löcher gebohrt werden. Wieder eine Nacharbeit zuhause, na ja, die Steckschotten müssen ja auch geschliffen und lackiert werden – also eh Nachtschicht.

Dafür geht das verschließen der Löcher geschwind und viel besser als gedacht, der Faserspachtel härtet schnell aus und die alten ausgesägten Stücke hängen wieder an ihrem Platz, am Mastfuß wird eine Lage Gewebe hingelegt und das Ganze mit Faserspachtel überzogen. Das überschüssige Harz vom Faserspachtel benetzt die Matte genug für eine Saison im nächsten Winter wird hier eine endgütige Lösung durchgezogen.

Die Maststütze hingegen mach wieder etwas Ärger, die Schrauben drehen mit und die4 Muttern lassen sich zum Teil nicht aufdrehen. Ein Fall für den morgigen Abend.

Die Fenster sind da

Kompetente und freundliche Bearbeitung des Auftrags. Und dann wird es von UPS “versaut”.

DSC07335So gehen Paketdienste mit Paketen um. Es ist wirklich nicht zu glauben wie offensichtlich wahllos mit Paketen umgegangen wird. Als das Plexiglas ankam dacht ich, mich trifft der Schlag. Schön mit einem spitzen Gegenstand in den Karton gebohrt. Wir haben die Schutzfolie DSC07334abgezogen und, Gottlob, hat diese den “Stich” abgehalten, obwohl es erst einmal nicht so aussah.

Nachdenken

kostet eine Menge Zeit. Man müsst ja gar nicht nachdenken, wenn man sofort einem Gefühl folgt und ein Arbeit ordentlich erledigt.

_1000934Beim Schleifen wurde von meinen Helfern immer wieder gesagt, “lass doch die Fenster drinnen, die sind dicht und warum willst Du Dir mehr Arbeit machen als nötig?”  Ich sollte mich besser kennen, die Zweifel lassen mich Hadern und das Hadern kostet Zeit, Zeit die ich nicht wirklich üppig habe. Nach langem hin und her _1000931baue ich die Fenster aus – eine gute Entscheidung, denn so dicht wie gedacht waren die gar nicht. Die Plexiglasscheiben waren mit Silikon, Polyurethan und anscheinend auch noch mit Epoxidkleber fest. Die Silikondichtung war die letzte, also waren die Fenster schon beim Voreigner nicht mehr Dich und er hat einfach eine Fuge zwischen Rumpf und Fenster mit Silikon verfüllt. Eine volle Stunde pro Fenster bis die Dinger endlich rausgeschnitten waren. Jetzt bin ich froh das gemacht zu haben. Die Kante kann ordentlich lackiert werden, und der Fensterausschnitt endlich einmal ordentlich versäubert werden.

ND RumpfdecksverbindungBeim Ausbau der Fenster fiel mit auf, dass die Scheuerleiste, na ja eher ein Abdeckung der Rumpf Deck Verbindung, zum Teil schräg auf dem Rumpf sitzt. Der Moosgummi zwischen dem Teak und der GFK Abdeckung hat mich schon immer gestört. Dieses mal hadere ich nicht lange, ich frage bei meinem Leidensgenossen Christian in Österreich nach ob dieser Moosgummi von Werk aus vorhanden ist. Ist er nicht, Christian schickt mir eine Zeichnung wie die Rumpf/Deck Verbindung ausgeführt war. Der Entschluss steht fest, die Teak Leiste wird abgebaut.