Passt nicht

Unser Beiboot wurde leider ohne Sitzbank verpackt. Zum Glück kein Problem, Wassersport Keckeis gab uns eine neue Sitzbank.

Heute war es so weit, ich wollte sie einhängen – tja, da fehlen rund 10 cm.

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So ein elender Mist. Also zurückschicken und auf eine neue Sitzbank warten.

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So ganz nebenbei hab ich mit die Ramming noch mal angesehen. So, wie es sich nun darstellt muss ein abgeklappter Außenborder gewesen sein, der ganz fein die Bordwand gerammt hat. Ich freue mich besonders, weil das Unterwasserschiff vor zwei Jahren komplett abgezogen war und nun das Flickwerk neu beginnt. Vielen Dank für das hinterlassen eines Namen.

Mutation

Es gäbe genug zu tun, der Lack schreit nach polieren der leicht matten Stellen, Die Travellerschiene, die Winschen, die Klampen müssen wieder dran.

Das Highfield ruft, wir sind die gesamte Woche, mit Ausnahme von gestern, mit ihm unterwegs. In die Hafenspitze, in die Sonwik, in den Hot Dog Havn zu Anni’s Kiosk. Es macht richtig Laune in ein paar Minuten ein Ziel zu erreichen, andere Häfen, die wir nie anlaufen würden, weil sie viel zu nah sind, mal von der Wasserseite zu sehen. Mal eben zu den Øen knattern, zu Bens Fischbude. so bleibt die eigentliche Arbeit liegen.

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Es ist allerdings auch notwendig mit dem Gummiboot zu üben, auch wenn man es nicht glauben mag, die 10 PS bringen einen bei Kabbelwellen ordentlich ins Schwitzen.

Na ja wenigstens hab ich heute die matten Stellen etwas poliert damit wir morgen (hoffentlich) wenigstens die Löcher mit dem direkten Durchgang nach innen wieder mit den Beschlägen versehen können.

Erstwasserung

Das Wetter ist wunderschön. Nun kommt der Sommer im September, die Welt ist verdreht. Schon letzte Woche kribbelte es in den Fingern, wir sollten das Gummiboot ins Wasser bringen um zu sehen ob alles in Ordnung ist.

Erst einmal eine große Auspackorgie, Folie, Pappe, wieder Folie und dann steht es vor uns, das Highfield aus Hypalon. Wir packen es auf das Autodach, suchen das Zubehör zusammen und suchen das Sitzbrett. Es wird alles auf den Kopf gestellt, wir finden dieses blöde Sitzbrett nicht. Es ist zum verzweifeln – kann den gar nichts so klappen, einmal ohne irgendwelche Stolpersteine?

Erst mal egal, wir fahren in den Verein, es sollten noch ein paar Leute da sein, damit wir Hilfe beim Abladen, Motor anbringen und zu Wasser lassen haben.

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Zuerst aber die Seriennummern fotografieren. Man weiß ja nie…

Tank in das Boot, Schlauch verlegen, Motor anbringen, Öl einfüllen, Boot zu Wasser. Ein kräftiger Zug, der Motor läuft. Klasse, ich hatte schweißtreibende Arbeit erwartet.

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Dann die Probefahrt, es fällt schwer nicht sofort Vollgas zu fahren. Das Boot läuft klasse, kommt mit zwei Personen ohne Zögern ins Gleiten und läuft auch bei 1/4 Gas immer noch in Gleitfahrt.

Nach langem hin und her

Die Spedition wollte das Beiboot nicht versichern, es sei nicht gut gepackt. Ein elend langes Gezerre und Gelaber – Nein, wir versichern das Boot nicht wenn es so gepackt ist. Die Spedition von Keckeis verlangte das doppelte an Fracht.

Was tun? Spießrutenlaufen bis wir endlich einen passenden Träger für die geschlossene Reling gefunden haben. Bestellen, natürlich hat die Füße niemand am Lager. Dann sind die Füße da und es wird ein Termin zur Abholung vereinbart.

Zum Glück haben wir am Bodensee Kunden, so kann man wenigstens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Trotzdem, 1.000 km ein Weg ist schon eine Nummer.

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Als wir es sehen ist das Boot fast perfekt gepackt, noch ein wenig Strechfolie, ordentlich verzurren und auf geht es nach Flensburg. Noch mal 1.000 km, diesmal mit Dachlast. Kurz nach Hamburg, wir hatten zu Kontrolle gefühlt jeden Rastplatz angefahren, beginnt es zu regnen. Jetzt merken wir unseren Fehler beim Packen, die Scheibenwischer gehen mit einem lauten Knall an der Pappe vorbei. Zum Glück bleibt alles heil. Die letzten 30 km geht es im strömenden Regen ohne Scheibenwischer nach Hause. Nun ist es hier, das tolle Highfield RIB.

Es ist da!

In Friedrichshafen hatten wir es gesehen, unser zukünftiges Auto. Wir haben gelernt, dass ein vernünftiges Beiboot ein MUSS ist. Es ist Transportmittel vom Supermarkt zum Schiff, es ist Ausflugsgefährt, Transporter, im Zweifel Bugsierhilfe.

So sind wir über die südlichste deutsche Bootsmesse gezogen und haben die Augen auf gehalten. Nicht schwer sollte es sein, einen festen Rumpf sollte es haben und aus Hypalon sollte es bestehen. UV-Licht zerstört nahezu alle Kunststoffe in Windeseile.

Wir sahen die australischen Highfield Boote und waren auf Anhieb begeistert – bis wir den Preis hörten. Da musste noch verhandelt werden. Trotz alle dem es sit fast ein Kleinwagen geworden, ein 2,9 Meter RIB mit 10 PS Yamaha in Hypalon wurde bestellt. Teil des Deals war, dass es als Ausstellungsboot in Düsseldorf steht und wir es von dort am letzten Messetag abholen.

Das ging natürlich schief, es war kein Dachträger für unser Auto zu bekommen, enen Universalträger lässt das Schienensystem nicht zu. Ein kleiner Transporter war nicht zu bekommen.

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So standen wir vor unserem neuen Boot und konnten es nicht mitnehmen. Den Außenborder haben wir eingepackt und nach Hause transportiert – wenigstens ein Teil.