Indian Summer

Noch ohne Farbe, aber der Altweibersommer ist da, Spinnen, eher frische Temperaturen aber schönes Wetter. Schrecklich, es war doch gerade erst Sommer und nun steht der Herbst schon wieder vor der Tür.

Herbst heißt wieder mal Regattazeit, die Marine segelt ihre Wettfahrten aus.

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Lustig wird es als die Glücksburger auch noch ihre Mittwochs Wettfahrten starten und das Ganze langsam unübersichtlich wird. Die einen im Zieleinlauf, die anderen in der Wende zur Kreuz. Da waren nicht nur die Teilnehmer, auch die Wettfahrtleitung manchmal etwas irritiert.

Christian kommt mit einem rostigen Motor an Bord. Er stammt aus einem alten Autohelm ST4000 Pinnenpilot. Christian meinte er reagiere etwas langsam, jetzt sucht er nach Ersatz. Was ihm angeboten wurde hatte 3mm weniger Durchmesser und einen höheren Stromverbrauch.

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Während wir darüber reden kommt Wilfried vorbei. Ein Schnack am Heckkorb über Gott, die Welt und die Fischerei. Als er fährt will ich endlich zu meinem Feierabendbier, Christian wird ungeduldig, Jan kommt, der Schnack geht weiter, Wanambi ist leergetrunken, Christian geht, wir reden och ein wenig mit Jan, dann wird es Zeit.

Ach ja, der Lack in der Kühlbox sieht gut aus ist aber noch nicht durchgehärtet – die kalten Nächte… Der Lack am Gelcoat sieht gut aus, aber die Risse kommen wieder hervor, also mal mit zwei/drei Schichten versuchen.

Finish

Die Kühlbox hat ihre letzte Lackschicht erhalten. Gerade so bin ich noch fertig geworden bevor der Lack leer war – Glück gehabt Zwinkerndes Smiley.

DSC03442Nun muss der Lack ordentlich durchtrocknen, ich bin überrascht wie gut die uralte Farbe verläuft und versuche mal an einer kleinen Ecke im Cockpit ob das vernünftig mit der Rolle aufzutragen wäre. Es scheint als ginge es nicht so schlecht, zumindest ist nicht zu erkennen ob die Farbe gerollt oder gespritzt wurde. Die Risse im Gelcoat werden gut überdeckt. Schauen wir mal wie es mit der Kratzfestigkeit aussieht und wie sich der Lack in der Sonne verhält. Das Deck und das Cockpit sind hoffentlich im nächsten Jahr dran.

Messing

Lack und Led… quatsch, Messing. Die Türen wurden zum zweiten mal lackiert, die Kantenleisten ebenso. Und dann kommt das Messingzeugs dran:

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So fanden wir die Tröte vor.

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Für zwei Tage in ein Bad aus Metax BM

 

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Mit Stahlwolle noch mal kurz nachpoliert

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Lässt sich doch sehen, Griffe und Tröte.

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Tataaa, fertig

… weiter

Heute hatten wir nicht so viel Zeit. Vorderes Salonschott und Toilettenschott (ist das gleiche Schott von verschiedenen Seiten) habe ich geschliffen und noch mal lackiert. Dazu mußte in der Toilette die Henderson Pumpe ab.

Im Salon die Polster weg, die Auflagebretter weg und mal wieder kratzen. Wann wird das zu Ende sein?

Nett, von 18:00 Uhr

Schott Salon

bis 20:00 uhr

Schott Salon 1

langsam kann man sich vorstellen wie das mal aussieht.

Die Vorstagen

Super toller blauer Himmel und stahlender Sonnenschein. Heute Morgen hat Ulli erst mal im Garten gewühlt. Irgendwann muß auch das mal sein. Aber jetzt geht es in den Hafen.

Jan, unser Nachbar, schaut sich das Boot innen an. Er ist Tischler mit einer Leidenschaft für Bootsbau und hat gleich hunderte Ideen. Interessant, er meint der Ausbau geht im Wasser immer besser als an Land. Na ja das haben wir irgendwie auch so empfunden über den langen Winter. Aber bei den Lackiertipps wurde mir schwindelig . Spachteln, schleifen, vorstreichen, schleifen, noch mal spachteln, lackieren. Nö, so wie Schleiflackmöbel in den 70ern soll der Ausbau dann doch nicht aussehen.

Stefan kommt an Bord, er hat sein Geschirr dabei, wir kurbeln ihn in den Mast. Nach fünf Minuten ist alles erledigt. Der Lazy Jack (von wegen faul) hängt auf der richtigen Seite. Die Kurbelei geht ganz gut mit den Selftailing Winschen am Mast. Mir ist dabei aufgefallen was ich noch machen wollte, der Trenner muß verdreht werden, im Moment greift nur 1/4 oder weniger in die Zähne. Wollte ich nicht eine „to do“ Liste machen?

Lazy Jack im Mast

Mal eben kurz zu Lycka an Bord, Moin sagen, ein wenig dummgeschwätzt, ein wenig beim Segel anschlagen geholfen.

Jetzt an die Vorstagen, Das Drahtfall vorne befestigt, und dann die Stagen losgedreht. Ulli nach Backbord, ich nach Steuerbord, Quieck, Quieck, Die Wippe bewegt sich, der Stemball mal wieder nicht. Auf die Brücke und weiter auseinander. Quieck, Quieck krrrch, die Wippe dreht sich im Stemball. und bleibt am Spifall hängen. Jetzt muß mit Tricks gearbeitet werden, Wippe runter und dabei mit dem Stag schlagen, beim fünften mal dreht sich das Ding und hängt frei.

Ich bin glücklich, der gesamte Kram im Topp hängt wie er soll, beruhigend. Vorstagen erst mal schmieren und festdrehen, Achterstagen schmieren und festdrehen und zufrieden in das Topp schauen.

Ulli hat Erdbeeren und die wollten wir zusammen mit den Hamburgern verdrücken. Aber Heike und Bernd wollen zum Essen ins Hotel, ich lieber nicht, von dort riechen wir die ganze Woche das Fett, irgendwie wie Frittenbude. Es soll ja lecker schmecken dort, doch ich weiß nicht wirklich. Also erst mal der Vorschlag, nach dem Essen, dann verschoben. Wir sitzen noch ein wenig unter Deck, ich schmiere noch ein wenig Spachtel in Löcher und dann geht es nach Hause.

Schott Salon gespachtelt