Framework and Rollerskating

005Die Feinspachtelei von gestern ist wunderbar und nahezu bündig ausgehärtet. Ein klein wenig vorsichtige Nacharbeit an den Innenkanten und ein noch vorsichtigerer Glattschliff der Flächen und das war fertig, fast unsichtbar, der Fauxpas.

Nachdenken, soll ich den vorbereiteten Rahmen an der Schalttafel aufsetzen oder nicht. Ich entscheide mich für JA. Also den auf Gehrung geschnittenen Rahmen erst mal mit Krepp aufkleben, dann die Abdeckung auf die Flächen, der Rahmen noch mal 003fixieren. Mit dem Cutter die Kanten nachfahren, jetzt den Rahmen ab und die Abklebung der Innenkanten rausziehen. Es bleibt ein Rahmen stehen der das verschmieren der Außenseite verhindert. Von Innen das Brett der Instrumententafel Halterung probeweise anschrauben. Jetzt wir Polyesterharz gemischt, das gibt es inzwischen styrolfrei, stinkt also kaum noch. Damit es bleibt wo ich es haben will mische ich Teak Sägespäne in den Pott. Man sieht, alles was Epoxidharz kann, das kann Polyester auch. Billiger elastischer und einfacher in der Verarbeitung.

004Jetzt werden die Kanten eingestrichen und erst der Rahmen von außen aufgeklebt. Dann ab nach binnen in die Achterkajüte, Rahmen aufkleben und mit den Minischrauben sichern. Hier klekse ich ein wenig rum – ist halt elendig eng da hinten rumzuschmieren. Hoffentlich schimpft Ulli nicht, trotz unterlegen hab ich natürlich das Bettlaken erwischt… Schnell noch Schmiererei abwischen, alles noch mal kontrollieren, geraderücken und dann halt in Ruhe lassen. 3 Stunden vergehen so wie im Fluge.

Jetzt nehme ich mir noch den Mastfuß vor, die 10 Bolzen rausschlagen, alles gründlich entrosten, und die Bolzen wieder rein. An Deck werden die 10 Rollen mit Federn, und Bolzen wieder befestigt. Irgendwann hab ich den Dreh raus erst mal mit einen dünnen Schraubendreher in das Bolzenloch und dann den Bolzen von der anderen Seite reinschieben. 2 Stunden Fummelei sind vergangen. Ich bin aber froh das noch gemacht zu haben, diese Arbeit hatte ich zeitlich völlig unterschätzt.

Ja, ist denn der Wurm drin?

DSC08841Erinnerung an gestern, der Fensterausschnitt war zu groß geschnitten. In einer Nachtaktion hab ich aus dem ausgeschnittenen Teil einen Rahmen gemacht der passen sollte. Sollte, natürlich ist der Ausschnitt nun zu klein, jetzt wird es eng, zeitlich und räumlich. Rund 1 cm vom alten Ausschnitt müssen stehen bleiben, der Rest muss wieder raus.Ich bin gespannt wie sich die Spachtelei sägen lässt und ob was wegbricht. Also heute erst mal die restlichen Löcher zu gespachtelt und das Innenteil eingeklebt. Zuhause ein Template gesucht, gefunden, ausgeschnitten – hätt ich man gleich tun sollen.

Damit nicht genug, die Halterung der Motorschalttafel passt ohne viel Nacharbeit vom Innenraum hinein. Den ganzen Kram gespachtelt damit es da auch weitergeht. Dann wieder Schrauben vom Dufour Tritt eingedreht, es werden 2 (zwei) Schrauben fehlen. Also morgen kaufen.

DSC08849Dann den Mastfuss wieder befestigen. Erst finde ich die alten Löcher nicht mehr weil sie gespachtelt und lackiert sind… Dann hab ich sie – die Schmiererei hat begonnen. Dann setze ich den Mastfuss wieder auf. Nun bemerke ich, die Rollen sind fest und drehen sich nicht mehr im Mastfuss. Sprühöl hilft nicht, also noch mal ab, nur dreht eine der Schrauben durch, ja gibt’s denn das. Nun ja, erst mal alle Rollen ab damit ich morgen die Stifte herausschlagen kann und mit Teflonfett wieder einsetze. Dann muss ich einen Span in das Schraubenloch, am Besten gleich in alle, einkleben, damit ich den Fuß wieder fest bekomme. Alternativ muss ich durchbohren und eine Gewindeschraube nehmen dann aber gleich bei allen. Letzter Einfall, einen Holzdübel mit 4mm Loch versehen und den mit Polyester einkleben, das hört sich sympathisch an…

Und noch mehr auseinandernehmen

DSC08576Nachdem das Achterdeck den ersten Schliff bekommen hat geht es ans Vordeck. Zuerst stört der Mastfuß, er muss ab, das muss er sowieso, denn eine der sechs Schrauben dreht mit und ließ sich letztes Jahr nicht festziehen. Heute wird DSC08562das Problem beseitigt. Mastfuß runter, Schraube raus, das Gewinde nachschneiden und alles wieder festziehen. Dabei hab ich die vielen Löcher vom Silikon befreit und alles versäubert, auch das Sauerkraut Spachtel vom letzten Jahr. Es hält gut, obwohl es ja nur auf die schnell aufgeklatscht wurde. Da der Mast so schnell nicht mehr runter soll (wir werden sehen), gebe ich mir besondere Mühe alles schier zu machen.

DSC08565Danach ging es an das Teakbrett auf dem Ankerwinschen Sockel. Erst dacht ich man könne es einfach mit einer Schicht Glasfaser überziehen und gut, Nein, der Zustand ich alles andere als befriedigendDSC08566 für solch einen Zweck. Also Schrauben raus und… nein, der Bügel für den Kettenschäkel ist auch da durchgebolzt. Das macht es bei einer der beiden Schrauben zum Geduldsspiel. Die Schraube ist verkorkst und verbogen. Irgendwann hab ich gewonnen. Jetzt klebt das Brett wie die Seuche, also hebeln, kanten, zerren, fluchen. Als es aufgibt sehe ich dass es gut war das Brett zu entfernen, ein zweites Loch von eine älteren Winsch wurde mit dem Brett verdeckt. Das wäre eine Überraschung geworden wenn die neue Winsch DSC08567DSC08568montiert wird. Mit der Kamera hab ich dann das Loch (die Löcher) fotografiert um zu sehen ob das Sandwich Holz Rott ist, ist es nicht, zum Glück. Von unten in den Ankerkasten ein Bild, nein, selbst wenn der Ankerkasten hätte erst mal bleiben sollen, nun muss er raus, sonst kann ich hier nicht ordentlich Flicken. Schließlich hängen runde 200kg an der Kettennuss und damit an dieser Verstärkung.

DSC08574DSC08573Was nun kommt ist nur durch eine Bildergeschichte zu erklären, Es seht aus als ob Eckauslässe  oder Überlaufanschlüsse einer Küchenspüle im Laminat festgemacht wurden. Irgendwie verschraubt aber nicht dicht bekommen, von diversen Voreignern wurden dann Glasfasermatten laminiert um eine ebene Fläche zu erhalten, dann wurde mit allerlei gedichtet, geklebt. Statt dass man nun  Den StB Schlauch gerade an den den BB Auslass geführt hätte und umgekehrt, wurde mit Schwimmbad Schlauch irgendwie um DSC08571DSC08572die Ecke gefummelt. Das Resultat, nun waren die Schläuche nicht mehr dicht zu bekommen. Echte Facharbeit, wirklich. Wenn man bedenkt wie viel Wasser bei schwerem Wetter überkommt kann man sich leicht vorstellen wie schnell so ein Kahn voll laufen kann. Mit Heißluft, Geduld, Gewalt, Fluchen, Schimpfen ist die “Installation” endlich entfernt. Als nächstes geht es an die Demontage des Kastens. Mal sehen wie das klappt.

Mit neuer Energie

geht es heute an die Arbeit. Etwas aufräumen, die alte Scheibe vom Luk über der Nasszelle einbauen, die Klebestellen am Heck auffüllen und natürlich diese Maststütze befestigen.

Ganz nebenbei und unerwähnt wurden die Fenster, nach dem zweiten Schleifgang eingebaut – mit etwas, was kein Mensch tun würde (außer mir natürlich) nämlich einem Acrylkleber, den ich leicht wieder lösen kann.

Das Gewinde der Schrauben für die Maststütze wird nachgeschnitten, jetzt geht es gut mit den Muttern, durch die Dachluke kann ich oben gegenhalten und die Maststütze festziehen. Jetzt den Mastfüß oben drauf und fertig.

Dann das Seeventil der Toilette losklopfen, es ist ein Konusventil, das ich irgendwann mal zu fest angezogen hatte. Es war fest und lies sich nicht mehr bewegen. nach einigen beherzten Hammerschlägen auf das mit dem Heißluftfön erwärmte Ventil, besser den Ventilhebel, war es lose, gut gefettet brauchte ich fast zwei Stunden bis es so eingestellt war, dass es sich noch drehen ließ aber versprach nicht zu lecken.

Jetzt noch die verbliebenen Fugen der Klebestellen mit Faserspachtel auffüllen und ab geht es, nach Hause die Steckschotten lackieren.

Messen und abschrauben

Nun wird es Zeit, Die letzten Wochen waren wir ja mit Besuchen und Reisen zu Messen und, und, und beschäftigt. Na ja, wat mut dat mut.

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Erst einmal die einfachen Tätigkeiten. Es soll ja eine Windsteuerung an das Heck. Damit Peter den richtigen Flansch dazu packt müssen ein paar Maße genommen werden. Außerdem braucht er ein Foto vom Deck bis zum Steuerrad. Gesagt getan. Was aber wirklich toll auffällt ist das lackierte Cockpit. Auch wenn Eigenlob stinkt, hier bin ich richtig stolz auf mich. In diesem Winter soll ja noch die Steuersäule abmontiert und dann endlich auch der untere Teil mit Farbe versehen werden.

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Dann geht es ans eingemachte. Der Mastfuß muss ab damit dieses feuchte Brett im Laminat zwischen Mastfuß und der inneren Maststütze getauscht werden kann.  Eine eigentlich einfache Arbeit. 6 Schrauben lösen und dann sollte – na ja sollte, es werden 8 Schrauben und beim Durchschlagen der letzten steht die Stütze DSC06621im Inneren des Schiffes schief. Der Mastfuß selbst ist wahrlich nur mit vier dicken Holzschrauben durch das GFK in das Holz geschraubt. Na was ein Wunder, das so was im Laufe der Jahrzehnte feucht wird. Das nächste konstruktive Highlight sind die Bolzen, die die Stütze zum Deck fixieren. Man mag es kaum glauben. Auch die sind einfach durchgebohrt und mehr oder minder effektvoll mit Silikon abgedichtet. 2 der 8 Schrauben kommen von unten nach oben der Rest von oben nach unten. Man sieht es gut auf dem Bild, das kann nicht dicht sein.

Zu allem Überfluss hat noch einer ein Loch gebohrt, das dann in die Maststütze geht und als Kabeldurchführung gedacht war.Das Loch wurde mit einem geriffelten Schlauch zugestopft, der mit, wie soll es anders sein, Silikon eingeklebt war. So etwas kann nicht halten. Schon wird uns klar wo das Wasser im Brett herkommt.

Also aufsägen, Brett tauschen, neue Löcher bohren und alles vor allem gut mit Polyester tränken. Das Brett ist noch kein Torf, von daher könnte sogar trocknen klappen. Schaun wir mal, dann sehn wir schon.

Trüb, Regen, herbstlich

Kein schöner Tag, es nieselt, es ist trüb, es ist irgendwie kühl und doch nicht kühl. Physiologische Temperatur nennt man das wohl. Kurz auf eine Stippvisite in den Hafen, Norbert und Bettina sind zurück von ihrem Ausflug, Schnacken, zu Wanambi, ein wenig räumen und träumen.

Positiv, das Loch unten im Mastfuß lässt nun das Regenwasser ablaufen, nichts in der Bilge, nichts auf dem Tisch. Das war wohl das Problem, der Regen lief den Mast innen hinunter, konnte nich raus und stieg im Mast. Wenn es über die Gummimanschette kommt läuft es durch die Maststütze in die Bilge. Wenn es lange genug steht findet es einen Weg durch die Verschraubungen und tropft dann fröhlich auf den Salontisch. Na, das ist nun hoffentlich Vergangenheit.