Á Prospos

DSC00153Der Himmel ist blau aber es gibt ne ordentliche Mütze Wind und warm geht auch anders. Trotzdem, ich will heute endlich die Fenster im Rumpf neu dichten. Also lasse ich das Arbeits Gummiboot ins Wasser und gehe an StB ran. Fenster raus, aDSC00155lles sauber machen, Butylband auf das Plexiglas und wieder Anschrauben. Endlich geht mal was problemlos und mit etwa 45 Minuten pro Fenster sogar recht schnell.

Dann ab nach BB, was ich hier sehe vDSC00157erschlägt mir die Sprache. gerade mal drei Jahre sind die Fenster drinnen und dann dieses Bild. Ich habe keine Ahnung was hier passiert ist, Hitze mit UV-Licht, irgend ein Lösemittel aus dem temporär benutzen Acryl. Alles kann sein. Ziemlich gefrustet lasse ich die Fenster erst mal wie sie sind, da müssen neue Scheiben rein.

Also geht es weiter mit den neu erworbenen Lautsprecher Systemen. Alles herumprobieren mit den alten Sanyo Lautsprechern war nicht zielführend. Die neuen Zweiwege DSC00159Komponenten Systeme haben einen deutlich besseren Klang und wesentlich höheren Schalldruck. Damit kann der Verstärker auf niedrigerer Leistung betrieben werden und spart Strom. Aber vorher müssen Löcher gemacht werden. Dabei fällt auf, dass das 4mm Mahagoni Furnier nicht verleimt ist. Schaun wir mal was mir da noch einfällt.

Wanambi wird Wanambi

Heute ist es soweit, zwei Tage bis zum Wassern, die achtere Schiebelukgarage und die beiden Schiebeluken liegen im Auto. dazu der Name.

Klasse, Lars war da und reichte die Schiebelukgarage über das Gerüst nach oben, dann noch die beiden Luken selbst und ich konnte alles an seinen Platz legen.

DSC07385Jetzt wurde es ernst, Wanambi sollte endlich ihren Namen bekommen. vor vier Jahren, als wir das Schiff übernommen haben wurde der Schriftzug angefertigt. Das geschah im Glauben, dass der alte Name geklebt war – war er aber nicht, er war lackiert, deshalb das herumeiern mit dem riesigen “Schild”, das DSC07387Abziehen des alten Namens letztes Jahr und nun der neue Name.

Nun gut, was, mal wieder, als schnelle Tat gedacht war entpuppte sich als Geduldsspiel. Durch das lange liegen war die Transferfolie an den Buchstaben fest, und die Trägerfolie DSC07389ließ sich kaum abziehen. Eine echte Sisyphus Arbeit. Nachdem die ersten Zentimeter leicht zu entfernen waren ging es nur noch schnipselweise weiter. Die Trägerfolie wollt die Buchstaben nicht loslassen. Abziehen ging auch nicht mehr und so rubbelte ich mich Stück, für Stück durch DSC07391den Namen. Danach musste die Transferfolie runter – auch die war in den Namen verliebt und wollte die Buchstaben nicht loslassen. Irgendwann, fast drei Stunden später war es dann vollbracht, der Name ist nun an Backbord und an Steuerbord gut sichtbar, das Gelb stört nicht ernsthaft und, oh Wunder, die Luftblasen im Lack waren durch die Arbeit auch weniger geworden.

Jetzt noch die Spalten der Fenster ausspritzen und dann nach Hause, Steckschotten lackieren.

Klebeband ab, Teakabdeckung dran

Langsam naht der Endspurt, Das Schiff bekommt langsam wieder einen “Guck”. Insgesamt ist es sehr befriedigend wenn man nicht mehr demontiert sondern montiert.

DSC07344Die Geschichte mit der Teakabdeckung der Rumpf-/Decksverbindung hatte mir im Vorfeld einiges Kopfzerbrechen bereitet. Am Ende war es eine simple Angelegenheit, die entgegen der üblichen “mal eben” Arbeiten, wirklich fast mal eben erledigt war. Man muss verstehen, wie sich Michel Dufour das mal DSC07341gedacht hatte und dann hängt man diese Teakleiste einfach achtern von unten aus ein, geht an den Bug und hängt sie von oben aus ein – fertig. Das etwas erhöhte ansetzen klappt leider nicht, muss es aber auch nicht. dann die Schrauben von achtern zum Bug hin eindrehen und es gibt nicht die geringsten DSC07351Probleme. Zack hängt die Leiste an ihrem Platz – wieder ein Loch zu, eine Baustelle geschlossen.

Weniger befriedigend und weniger “mal eben” ist es mit den Fenstern. Hab ich Volltrottel mich doch um einen halben Zentimeter in der DSC07346Höhe vermessen! Jetzt passen die Plexischeiben in der länge, aber nicht in der Höhe – also abschleifen – genau das wollte ich vermeiden. Nutzt aber nix, schleifen, schleifen, schleifen. Das ist bei Plexiglas zwar recht einfach, wenn das Material zu heiß wird, dann beginnt die Schmiererei. Nun ja – anprobiert wird morgen.

Antifouling

Es gab wieder Arbeitsdienst, warum muss sich immer alles auf ein paar Tage konzentrieren. Ist nur eine rhetorische Frage, ich weiß den Hafen kann man erst drei/vier Wochen vor der Eröffnung in Ordnung bringen.

Nun gut, also heute, nachdem der Beruf uns bis auf’s Zahnfleisch stresst und die Woche zumindest bootstechnisch eher faul aussah. Abkleben vom neuen Lack und das tolle Sigma Ecofleet drauf. Das klappt viel besser als gedacht. Wir sind recht schnell fertig. Dann die Dinge wegräumen, die nicht mehr gebraucht werden, ab damit in den Kombi. Jetzt, wo der Strich klar gegen ein sauberes Antifouling abgegrenzt ist sieht das alles richtig gut aus. Die Buckelpiste muss man halt in der Saison beobachten und vielleicht im nächsten Winter noch mal kurz nass anschleifen und eine Lage Decklack aufbringen.

Jetzt muss der Plan gemacht werden:

  • Schiebelukgaragen lackieren
  • Schiebeluken lackieren
  • Instrumente einbauen
  • Verkabeln
  • Fenster bohren und einbauen
  • Steckschotten lackieren (oder auch nicht und doch neue machen).
  • Mastfuß wieder einbauen
  • Abdeckleiste montieren
  • Relingsstütze holen und einbauen

Schaun wir mal ob wir das hin bekommen.

Flohmarkt in der Halle

Gestern gab es Arbeitsdienst – April, April – nein den gab es in echt. Heute ist Flohmarkt in und vor der Halle angesagt – ein Grund warum ich mit dem Lack Gas gegeben habe.

An Backbord wurden nun die Abklebebänder abgezogen – zwei Tage später als geplant und deshalb geht das Abziehen nicht ganz so einfach vonstatten. Trotzdem, kein vergleich zu den dreimal so teuren Tesa Originalen und die Kanten sind mehr als sauber. Das gilt natürlich nicht an den (wenigen) Stellen an denen das Andrücken nicht so optimal war.

Sei es drum, ich bin recht zufrieden mit dem Ergebnis, wenn es auch dieses Luftblasenproblem weiterhin gibt. Ich werde mir mal das Hirn zermartern um herauszufinden woran das liegen kann.

Es ist vollbracht

Erst an Steuerbord die letzte Schicht, dann an Backbord die letzte Schicht. Fertig!

 

DSC07264Heute habe ich wieder die Velours Rollen benutzt und etwas mehr Verdünnung (vielleicht 4 bis 5 %) in den Lack gebracht. Es ist halt mühselig, mehr als 30 mal 30 cm kann man mit dem Lack in der Rolle nicht beschichten. Mir kommt es vor als seien mehr Luftblasen zu sehen, die lassen sich aber recht DSC07267gut ausrollen, ich will nicht wieder schlichten sagen.

Kurz vor dem Bug geht der Lack zu Ende, also eine neue Mischung ansetzen. Jetzt werde ich unsicher, hab ich vorher richtig gemischt? Hab ich vielleicht nur 50% Härter zugesetzt? DSC07269Ich bin ganz wirr im Kopf, ein Déjà-vus? Ich weiß es nicht und kann es im Moment nicht ändern. Am Sonntag weiß ich mehr.

Es geht um den Bug herum, die ersten zwei Meter. Pause, ich bin platt, ausgelaugt, fertig. DSC07270Erst mal was trinken und kurz ausspannen. Beim Betrachten des Rumpfes juckt es in den Fingern, Funktioniert das “billige” TeDoX  Kantenband, oder hab ich mir wieder ein Ei gelegt? Nein, endlich mal klappt es wie am Schnürchen, das Band lässt sich klasse abziehen, nichts ist hinterlaufen und Kleberreste gibt es auch nicht. Aus den verschiedenen Winkeln sieht man mal mehr, mal weniger Luftblasen, ich will es gut sein lassen und erst mal die Saison abwarten.

Jetzt braucht es noch Fenster, die Abdeckleiste der Rumpf/Deckverbindung muss ran, die Löcher an der     Maststütze und im Heck von den Davits müssen zu, die Schiebelukgaragen… Na ja, genug für die nächsten drei Wochen.

Logistik ist Trumpf

An Backbord soll die zweite (eigentlich die dritte) Schicht lackiert werden. An Steuerbord die erste (eigentlich dritte) Schicht. Aber erst einmal sehen was der gestrige Anstrich macht.

DSC07254Die Luftblasen ziehen ein wenig an – wenigstens das. Also ran, die zweite Deckschicht kommt auf die Backbord Seite.

Danach wird das Gerüst umgebaut und an Steuerbord wird die matt geschliffene Schicht wieder zu Glanz erweckt. Ich habe die TeDoX Schaumrollen und arbeite mit fast unverdünntem Lack.

DSC07255Es gibt immer wieder das Benetzungsproblem, aber nun weiß ich ja, anziehen lassen und noch mal rollen. Danach mit der gleichen Rolle “schlichten”, ich weiß, schlichten geht anders. Mir DSC07256geht es darum die Luftblasen zu zerkleinern und dem Lack die Chance zu geben glatt zu verlaufen. So richtig glücklich bin ich nicht mit dem Ergebnis. Aber es scheint zu werden.

DSC07257Zumindest laufen die Blasen zu nachdem sie geplatzt sind. Weiß der Geier wie man das unter diesen Umständen hin bekommt. Die Nacht ist lang, aber ich will mit Gewalt bis Donnerstag Abend fertig sein, denn am Freitag kommt Ben zum Vortrag in den Verein, am

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Samstag ist Arbeitsdienst und am Sonntag Flohmarkt in der Halle. Na ja, zum Schluss bin ich fertig und eigentlich nicht so unglücklich. Bei der letzten Schicht morgen ist Konzentration angesagt.

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Zu dünn?

Das ist die Frage, die ich mir heute stelle. Nein nicht mein Körper, der hat eher gegenteiliges zu beklagen. Die Lackschicht erscheint mir ein wenig dünn.

DSC07247Für Wasserpass und Zierstreifen hab ich in etwa 150 bis 160 ml Lack pro Seite verbraucht. bei angenommen 4 m² und angenommenen 12 m² für  eine Seite vom Rumpf müsste ich rund 450 bis 480 ml Lack für den Rumpf brauchen. Angemischt und verbraucht habe ich aber nur 310 ml. Akzo DSC07251Nobel gibt einen Verbrauch von 12 m² pro Liter an. Diese Lackschicht kann ich beim besten Willen nicht aufbringen. Der knappe Farbauftrag macht sich darin bemerkbar, dass der Lack nicht so verläuft, wie er soll. Wobei die Verlaufsstörungen seltsamerweise nicht am alten Blau, sondern vor allem auf dem neuen Creme auftreten. Sehr aufregend ist, die weißen Flecken laufen während des Härtens zum größten Teil zu. Zwischendurch gibt es recht hartnäckige Spots, dort sieht es aus als sein eine 1K Farbe drunter die immer wieder hoch steigt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es das Antifouling vom Nachbarn ist. Schaun wir mal morgen.

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DSC07252Insgesamt bin ich recht zufrieden mit dem Ergebnis – allerdings es war nur Backbord, das Vorhaben Gerüst Umbau und wenigstens Steuerbord abkleben war nicht mehr zu realisieren. 4 Stunden hab ich für eine Seite gebraucht.

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Wasserpass beendet

Glück muss man haben. Der erste Anstrich Wasserpass und Zierstreife an Steuerbord wurde nur an einigen Stellen bei dem Durchhärten feucht und etwas matt, nichts, was mit dem zweiten Anstrich nicht zu beheben war. Mit den Staubflusen muss ich halt leben.

DSC07233Nachdem der Anstrich fertig war und die “Bläschen” beseitigt, hab ich das Gerüst umgebaut, das geht jetzt recht schnell – man lernt ja dazu. Dann kam das Abkleben vom Zierstreifen und Wasserpass an Backbord dran. Zum größten Teil freihändig, denn ich hab ja nicht abgeklebt. Was jetzt noch schief DSC07234aussieht ist in Wirklichkeit gerade (hoffe ich). Problematisch ist eigentlich nur das Heck, hier wird der Steifen langsam breiter und da werde ich morgen noch mal etwas korrigieren müssen. Es ist jetzt doch so abgeklebt, dass ein schmaler Streifen der Rumpffarbe zwischen Wasserpass und Antifouling bleibt. Auf die DSC07236halbe Stunde kommt es am Ende auch nicht mehr an. Direkt am Heck muss ich noch ein wenig nacharbeiten, hier muss der übrig bleibende Streifen Creme breiter werden.

Logistisch ist der Plan morgen Backbord mit DSC07237Blau zu beschichten, das Gerüst umbauen, abkleben, wenn zeit bleibt auch Steuerbord mit der ersten Schicht zu beschichten. Schaun wir mal was geht. es hängt viel davon ab wie viel Zeit das “Treiben” des Lacks für die erste Schicht braucht. Auf jeden Fall will ich VOR dem Wochenende durch sein und eine staubtrockene Beschichtung haben. Noch so ein Fiasko will ich nicht erleben.

Angefressen

Absichtlich bin schon nicht wirklich früh in das Winterlager gefahren. Bei der Ankunft trifft mich fast der Schlag. Jetzt steht auch noch die Eingangstür sperrangelweit auf. Es ist einfach nicht zu begreifen mit welchen unnachahmlich Egoismus jeder macht, was er gerade so denkt. Einfachste Zusammenhänge werden ignoriert – Pech für meinen Lack.

Dann wird noch Antifouling geschliffen mit dem Besen rumgekehrt mit dem Sauger in meine Richtung geblasen. Ich kann gar nicht so viel essen wie ich Kotzen möchte. Ich muss erst mal raus, an die Luft, mich halbwegs beruhigen. So richtig gelingt mir das nicht. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei. Glück gehabt, der Lack an Backbord war trocken genug um die Attacken zu überstehen. Zum Glück ist es auch der Wasserpass und der Zierstreifen, also zum Schluss eher schmale Streifen.

Trotzdem, als ich das Unterwasserschiff der Vindö abgezogen habe wurden schon im Januar die Kollegen nicht müde mich auf das Schleifverbot vier Wochen vor dem Krantermin hinzuweisen – und das obwohl ich nicht geschliffen habe. Schon seltsam mit welch zweierlei Maß gemessen wird.

DSC07227Egal, als ich endlich alleine in der alle war wurde der Wasserpass und der Zierstreifen mit der ersten Lage Lack versehen. Klar, trotz vorheriger Prüfung sind am Heck jede Menge feiner Staubstippen. Da darf ich dann vor der zweiten Lage noch mal mit 400er Papier feucht drüber gehen.

DSC07228Als ich auf dem Gerüst stehe kommt Micha, will mir gut zureden. Er hätte ein Folienzelt um das Schiff gebaut… Warum ich, ich staube nicht, selbst beim Schliff des Lacks ist kein Stäubchen geflogen, richtige Technik, richtiger Sauger so geht das nahezu staubfrei. Soll doch der eine Folie kleben, der den Staub macht. Als ich gehe zeigt sich außen das, was ich für drinnen befürchtet habe – kondensierende Feuchte, hoffen wir mal, dass es drinnen trocken bleibt.

Na ja, morgen wird der Ärger hoffentlich verraucht sein. Zum Schluss hat das Wochenende einen Tag Verzögerung gebracht. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag wird es hoffentlich besser von der Hand gehen.