Erster Eindruck

P1000262Schapps, das Schott vom Regal, die Türen im Regal, all das wurde in der Zwischenzeit und in den Bloglücken zuhause gesägt, gemalt, angepasst. Heute das erste mal mit den Holzteilen im Schiff. Einiges muss noch nachgearbeitet werden, wir haben aber wieder einen Schlafplatz – wenn er auch noch deutlich nach Lack riecht.

Weiter schleifen

P1000250Erst einmal alles umräumen – nach vorne. Dann werden die Bordwände Backbord und Steuerbord geschliffen. Natürlich alles mit Staubsauger zur Staubabsaugung. Die Hitze macht es schwer. Der alte Sauger kommt mit den geringen Schlauchdurchmessern in Verbindung mit der Hitze nicht gut klar und schaltet ständig ab. Irgendwann ist es geschafft. Es ist ja auch spät und wir wollen die Gastlieger nicht mit Nachtarbeiten erschrecken Zwinkerndes Smiley.

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Alles wieder auseinander

Denn jetzt wird geschliffen. Dazu brauch in der engen Höhle etwas Platz. Es ist immer noch heiß, der Staubsauger schaltet ständig wegen Überhitzung ab, aber irgendwann ist der Schliff erledigt. Morgen noch mal genau nachsehen wo noch etwas nachgeschliffen werden muss und dann kommt Farbe an die Reihe.

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Es geht voran,

P1000239wenn auch langsam. Eigentlich eine gute Zeit, die Zeit alles wieder zusammen zu bauen, sauber zu machen und sehen wie es fertig wird.

Trotzdem, Schiffbau ist Schiefbau Alles, P1000240aber wirklich alles, muss noch einmal angepasst werden. Bei vielen Dingen muss nun überlegt werden wie z.B. Strom hinkommt, wo Kabel laufen sollen. Die beiden Löcher für die ehemalige Entwässerung müssen verschlossen P1000242werden, der Spalt zum Rumpf braucht eine Abdeckung…

Na ja, irgendwann wird das auch noch werden – jetzt erst mal ist die Schottwand fertig, der Boden verkleidet, die Regale an Ihrem Platz und das Einlegebrett angepasst.

Sägen, schleifen, lackieren

2018-07-29_195658Täglich die gleiche Leier, Bretter anpassen, schleifen, Türen einbauen, lackieren. Es ist und bleibt unendlich heiß. Selbst am Wasser ist kaum ein Windhauch zu spüren. Gut, wir könnten immer noch nicht vor 19:30 Uhr zum Hafen, dann kurz entspannen, Lack aufbringen, wieder entspannen.

Besuch aus England hat sich fürs Wochenende – na ja eher für Sonntag bis Mittwoch – angesagt. Damit ist einiges einfach auf Eis gelegt…

Weiter rollen, Homework

P1000210Abends eine oder zwei Schichten Lack auf das Schott. Die Farbe muss verdünnt werden damit sie nicht zu schnell trocknet. In der Folge müssen unendlich viele Schichten aufgetragen werden damit sie ordentlich deckt. Durch das viele Wasser (zum Glück ist die Farbe wasserbasierend) muss immer wieder geschliffen werden weil sich die Holzfasern ständig wieder aufstellen.

Zuhause ein ähnliches Bild, die Türen nach vorne werden geschliffen und mit Klarlack beschichtet. Jede Menge Kleinkram bekommt Schliff und Farbe. In der Halle, Werkstatt ist es nahezu unerträglich heiß.

Streichen, Rollen, Rollen, Streichen

P1000209Es dauert viel länger als gedacht. Echter Sommer in Schleswig Holstein mit Temperaturen um die 30°C machen es zum einen fast unmöglich unter Deck zu arbeiten, zum anderen kann man vor 19:30 Uhr überhaupt nicht mehr in die Marina fahren. Jeder will ans Wasser, es herrscht Anarchie in Bezug auf Parkplätze. So schön das Wetter ist, so sehr zerrt es an den Nerven. Wildes geparke, unterirdisches gepöbele machen nachdenklich. Irgend etwas läuft nicht mehr richtig im Lande. Regeln gelten nicht mehr, schlimmes Anfeinden ist Tagesordnung, was ist das? Egoismus, Asperger oder gar schon Autismus, zumindest ist keinerlei soziale Kompetenz oder Empathie mehr vorhanden.

Aufklaren, Klarmachen

P1000208Alles wird von achtern in die Bugspitze geräumt. Es wird Zeit, dass etwas Farbe ins Spiel kommt. So wird also die Schottwand gestrichen/gerollt. Ein paar Minuten lackieren aber Stunden umräumen. Das alte Mahagoni (oder ist es Teak) beginnt mit dem wasserbasierenden Acryllack fürchterlich zu stinken. Das wird sich hoffentlich geben wenn der Lack fertig ist.

Mal wieder spachteln

Bilderfrei, es ist einfach nichts zu sehen. Die Kajütwand wurde gespachtelt, ein paar kleinere Löcher gestopft, gemessen und das unglaublich verdreckte Deck gewaschen. Die Rabenkrähen fressen Unmengen Sauerkirschen mit offensichtlich durchschlagendem Erfolg. Langsam wird es eklig das Schiff zu betreten.

Sommer?

Irgendwie geht nichts so recht voran. Es mag am Wetter liegen, meist ist es kalt, regnet und/oder stürmt. Alles was wir außen vorbereiten wollten klappt nicht so recht wegen der andauernden Feuchte.

DSC07893In diesem Jahr sind die Flensburger/Harrisleer besonders geplagt. Bislang ist der Sommer ausgefallen, noch kein einziger meteorologischer Sommertag (>25°C). Dazu kommt entweder Starkwind mit 6 bis 8 Bft. oder/und Regen. Die Abende sind schon wie Herbstabende, kühl und feucht. Wenigstens gibt es einen Regenbogen, der uns den Weg zum Goldtopf zeigt.

Es ist schon frustrierend, wenn man im Juli nicht ohne Jacke zum Schiff kann, und wenn man jedes Arbeiten im Freien davon abhängig machen muss wie schnell man das geöffnete Loch wieder zu bekommt. So werden diverse Beschläge wieder montiert, und Wanambi zumindest dort, wo man so schnell nicht mehr hin muss wieder komplettiert.

DSC07894Innen geht es ein wenig weiter, im Vorschiff werden die Kleberreste und der Lack abgekratzt. Anders als sonst überall war hier ein selbstklebender textiler Wandbelag (so was bekommt man bei den einschlägigen Yachtausrüstern) verwendet worden.

DSC07896Das Entfernen der Textilschicht war ja ein leichtes, aber der thermoplastische Kleber ist eine ziemliche Schmiererei. Lösemittel, wir hatten es mit Metasco DPM und Metasco BG versucht, funktionieren. Allerdings ist das bei den Flächen nicht wirklich darstellbar. Also Heißluft und Scrabber.

Am Ende ist alles weg und ich sitze vor dem Raum und überlege. Wir sind in der Phase, wo die eine Arbeit eine andere Voraussetzt. Jetzt ist erstafte Planung geboten um nicht alles mehrfach zu montieren, lackieren, auseinander zu nehmen.