Versäubert

Nachdem gestrigen Frusttag musste nun endlich wieder mal was sichtbar werden. Die Winkelleisten hatte ich ja schon gestern mitgebracht. Ulli ist mit Gabi und Dieter zum Einkaufen gefahren, ich nehme mir derweil die Leisten vor.

Millimetergenau gemessen, millimetergenau geschnitten, lackiert… und sie sind nun 2 mm zu lang. Schiffbau ist halt schiefbau. Also mit der Raspel angepasst, den Kunststoffstreifen eingepasst und alles festgeklebt.

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Jetzt fehlt noch die Abschlussleiste rechts und die kleinen Türchen. Danach müssen noch die Spiegel ausgetauscht werden, die Fugen gedichtet, die Türpfosten und der Oberschrank lackiert werden.

Am Abend gab es dann Handkäs mit Musik und Äbbelwoi bei uns an Bord. Als Starter hat Gabi leckere Rote Beete mit Rucola gemacht. Etwas später kam noch Gerd an Bord und der Abend verging im Fluge.

Türen wieder dran

Nun sind auch die Türen wieder dran. Die dunklen Stellen sind nicht mehr so sehr sichtbar, in Natura so gut wie gar nicht mehr.

Nachdem gestern ja, mal wieder, wenige Tropfen aus den Anschlüssen kamen und die noch einmal abgebaut und abgedichtet wurde ist nun (hoffentlich) Ruhe. Es klappt nur mit einer doppelten Dichtung, selbstvulkanisierendes Band und Teflon Band, anders ist der Anschluss, es sind die Winkelstücke aus Bronze, nicht dicht zu bekommen.

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Dafür kommt Freude am Spültisch auf, das Wasser läuft nicht mehr ab. Das war im letzten Jahr schon ein Problem, auch hier sitzt ein 90° Knie auf dem Borddurchlass. Dort scheint sich immer wieder so allerlei, vielleicht auch Muscheln, festzusetzen.

Mein Gott übermorgen wollen wir los, so ein Mist mal wieder. In der Firma steht alles Kopf, jeder will noch schnell… langsam wissen wir nicht mehr wo uns der Kopf steht.

Die Front

Heute habe ich die Front des Badezimmers wieder an Bord gebracht und angeschraubt. Sieh an, es passt alles noch. Auf dem Foto fallen die etwas dunkleren Stellen sehr auf. Eigentlich sollte das nicht sein können, das Holz war komplett abgezogen und geschliffen, da gab es keine Farbunterschiede. Wahrscheinlich ist es das “alte Furnier, das an diesen Stellen eben doch schon mal feucht war.

Nun ja, bisher haben sich die Stellen immer nach einiger zeit von alleine egalisiert. jetzt müssen noch die Türen unten dran, die kleine Türen lass ich für den Pfingstausflug erst mal weg, die tun nicht not. Mal sehen, vielleicht bleiben sie ganz weg, so kommt mehr Luft nach innen und es wird nicht feucht (glaube ich).

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Klarmachen für Pfingsten

Pfingsten wollen wir nach Ærøskøping, hier findet das 10. Vindötreffen statt. Wir haben ja 17 Jahre eine Vindö 32 gesegelt und 2003 hatte ich das Vindö Forum ins Leben gerufen. Das erste Treffen fand in der Marina Wassersleben statt. Daraus hat sich ein zunächst lockeres Treffen am Pfingstwochenende auf Ærø ergeben.

Obwohl wir ja nun mit Wanambi unterwegs sind, ist das Treffen und gerade das 10-jährige ein muss.

Das Schott am Ankerkasten liegt ja schon seit einigen Wochen fertig zuhause, heute kommt es wieder an seinen Platz. Die Edelstahl Spaxschrauben halten gut in den alten Löchern. 

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Die Wasserinstallation wird fertig gemacht. Nicht ohne laute Flüche weil erst einmal nichts dicht werden will. Die Befestigung mit den S-Anschlüssen ist eine Wissenschaft für sich. Diese exzentrischen 3/4 Zoll auf 1/2 Zoll Rohrnippel verklemmen sich in der Holzplatte. Es dauert eine Weile bis ich begriffen haben wie das so zusammengesetzt wird, dass es auch dicht ist. Erst Rosetten locker auf die S-Anschlüsse schieben, dann die S-Anschlüsse an der Armatur befestigen und dicht ziehen. Jetzt werden die Anschlüsse ausgerichtet und durch die Holzplatte geschoben. Von hinten mit einer 1/2 Zoll Mutter festziehen und dann die Schlauchanschlüsse, hier waren es 90° Winkel mit 5 cm Kupferrohr, mit selbstvulkanisierendem Dichtband eindrehen.

Nach dem dritten Versuch ist die Geschichte dann auch dicht. Bis wir einen Boiler haben werden die beiden Anschlüsse mit einem T-Stück für 12 mm Schlauch mit dem Kaltwasser verbunden. Die Tankentlüftung liegt unter dem Waschbecken, eine Dauerverbindung mache ich doch nicht, weil die Gefahr der Verkeimung des Wassers doch sehr erhöht wird.

Wieder ruhig

Heute morgen war es noch ein wenig windig aber die Sonne zeigte sich langsam wieder. Eine gute Zeit für die morgige Produktion ein paar Vorbereitungen zu treffen. Nebenbei bekam die Front für das Bad eine weitere Lackschicht. Der Blaue Peter Satin lässt sich extrem gut verarbeiten wenn er fast 1:1 mit einem bei uns vorrätigen Lösemittel verdünnt wird.

DSC02811Danach geht es zu Wanambi, das Brett für die Armatur wird mit den Kunststoffplatten beklebt, die Exzenter Stücke, manche sagen S-Anschlüsse, werden mühevoll in den Löchern verklemmt. Eine Schraube sitzt nicht richtig, mal sehen ob ich da noch was mache, vieleicht kommt einfach eine Dreikantleiste drüber. Der Ausschnitt für den Abfluss wurde gesägt, der Überlauf verbunden und zum Schluss die Armatur zur Probe befestigt.

DSC02812Der zweitägige Sturm hat seine Hinterlassenschaften da gelassen. Eine Markierungsboje der Fischer ist wohl vom Netz abgerissen und an den Strand gespült worden. Die beiden Inseln sind schon wieder befestigt und auch das losgerissene Schiff ist wieder fest. Zum Glück ging alles ohne nennenswerte Schäden über die Bühne. Schon komisch, es waren “nur” 7 bis 9 Bft. aber genau auf die Mitten der Marina. Das machten gefühlte 10 Windstärken, dabei war die teilweise überspülte Mole sicher auch ein Teil des Gefühls von mehr Wind.

DSC02809Die Ente hat zwei Eier verloren, wir wissen nicht wann und warum und wer daran Schuld ist. Nun hat sie noch 9 Eier, nun ja Schweinsteiger und Neuer sind ja verletzt Zwinkerndes Smiley. Sie wird immer zutraulicher, frisst aus der Hand und beginnt zu betteln wenn einer von uns etwas in der Hand hält was sie für essbar hält. Sie kommt aus dem Gelege, setzt sich auf die Sitzbank, schaut herum startet, heute allerdings mal kurz mit einer Notlandung weil sie sich im Steuerrad verfangen hat. Bei der Rückkehr watschelt sie zielgerichtet zu Ulli und fordert ihr Weißbrot ein.

Kleben

Endlich, heute werden die Kunststoffplatten links, rechts und die Auflage für das Waschbecken angeklebt. DSC02773Alles passt wunderbar. Jetzt geht die Grübelei mit den Wasseranschlüssen los. Für den Abfluss wird wohl ein neues Loch gebraucht. Wie das mit dem Überlauf und der Tankentlüftung wird, weiß ich noch nicht. Der Schlauch wäre viel zu dick um ein T-Stück mit den Schlauchverbindungen einzufügen.

DSC02775Das Waschbecken liegt Probe. Die Fugen habe ich erst mal mit dem Dispersionskleber verfüllt. So viel Fuge war da aber nicht. Die Front vom Bad liegt noch zuhause und wartet auf den Lack. Für die Armatur muss noch eine Gewinderosette herbei, die hoffen wir morgen im Fachhandel zu bekommen.

Ganz langsam wird das Bad fertig. Diverse Leisten werden allerdings erst nach dem Kurzurlaub angebracht.

Montagen und Anpassen

Die letzte Schicht Toplack ist trocken. Das kurze Schott wird montiert, der Hängeschrank kommt in einer Hängepartie an seinen Platz. Klar, bei aller Planung hab ich übersehen, das Kabel muss von unten durchgeführt werden weil der Schrank nicht mehr zu kippen ist. Auch das Problem ist gelöst. Dann noch die Lampe anbringen und die Kunststoffplatten fein anpassen.

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Es war schon finster, die Ente hatte sich irgendwann mal weggeschlichen.

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Nun ist Sie wieder da, im Sturzflug geht es zu Ulli. Hier gibt es noch ein Gute Nacht Leckerli. Dieses Federvieh ist unglaublich. Ich hätte jeden für verrückt erklärt, der mit erklärt hätte, dass eine Ente handzahm wird. Sie ist es.

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Schleifen und malen

Die GFK Rückwand hinter dem Hochschrank wollte mit nicht gefallen, also war Schleifen angesagt. Ein Versuch mit Heißluft wollte nicht gelingen. So wurde der Deltaschleifer zum Einsatz gebracht. Bei dem passte dann der Staubsaugeranschluss nicht. Der Lack, der vorher verwendet wurde begann zu schmieren und so wurde das ganze zu einer riesen Quälerei. Zum Schluss war die Farbe dann soweit runter und es wurde die erste Schicht Toplack aufgebracht.

DSC02745Die Ente zeigte sich ein wenig neugierig. Ulli hat sie an das Füttern mit der Hand gewöhnt, aber die unbekannten Geräusche ließen sie aufhorchen.

 

 

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Dann schaut sie aber doch erst noch mal nach den Eiern, wer weiß ob die Geräusche nicht von dort kommen.

 

 

DSC02750Nein, aber die Geräusche sind schon seltsam! Na ja, wenigstens ist Ulli in der Nähe, dann kann es so schlimm nicht sein.

 

 

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Aber jetzt geht es erst mal zum abendlichen Ausflug, Ulli wird’s schon richten.

Zweite Anprobe

Der Schnipsel vom kurzen Schott wurde gestern lackiert und war heute trocken. Noch die Kunststoffplatte vom linken Schott geschnitten, die Front vorgeschliffen und los geht es zur zweiten Anprobe.

Die linke und rechte Platte sind noch etwa 3 bis 4 mm zu lang, außerdem muss noch der Anschluss zum Hängeschrank angepasst werden. Die Platte für das Waschbecken passt perfekt.

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Es lag Gewitterstimmung in der Luft. Etwas ungewöhnliches, drückende Schwüle machte das Arbeiten unter Deck nicht gerade erstrebenswert. Dann eben morgen, die Rückseite der Bordwand schleifen und mit Toplack lackieren. Dann muss noch der Hängeschrank provisorisch an seinen Platz damit ich sehen kann ob die Platten vom Schrank überdeckt werden oder ob der Schnitt auf die Außenkanten gehen muss.

Derweil betrachtet die Ente ab und an mal die Welt, holt etwas frischere Luft in den Brutkasten. Dieses Jahr ist sie wirklich tapfer. Sitzt immer auf den Eiern und kühlt sie wohl derzeit mehr als dass sie gebrütet werden. Letztes Jahr ging das ja gehörig schief, da waren alle Eier vergammelt.

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Erstes Anpassen

Es kommt ja immer anders als man glaubt. Die Kunststoffplatten habe ich geschnitten, soweit alles klar um den Waschtisch soweit zusammenzubauen damit die Feinanpassungen gemacht werden können. Aber dann, ein kleiner Teil wurde vergessen zu lackieren.

Der Zusammenbau wird etwas trickie werden. Deshalb wird jeder Schritt dokumentiert.

  1. Das Brett des Waschbeckens wird eingebaut.
  2. Dann kommt das kurze Schott rechts.
  3. Danach kommt der Hängeschrank
  4. Jetzt werden Kunststoffplatten links und recht eingeklebt
  5. Die Entlüftung für den Wassertank wird nach unten geführt
  6. Dann kommt die Kunststoffplatte unter dem Waschbecken
  7. Dann kommt der Träger für den Wasserhahn mit Wasserhahn und Schläuchen
  8. Jetzt kommt das Waschbecken

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In Ermangelung des rechten Schotts nun eben nur das untere Brett mit dem Ausschnitt.
Die Verschraubungen an den Knaggen und das Kantholz werden angebracht.
Das Brett ist jetzt stabiler als es vorher war, Die Verstärkung vorne unter dem Brett war gebrochen, das ist repariert. Der Lack dient nur dazu den Kleber irgendwann wieder herunter zu bekommen.

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Die Kunststoffplatte mit der Schutzfolie liegt Probe. Rechts muss noch das kurze Schott bis auf den Boden der Platte.