Da, weg, Blech

P1000315Gestern kam der Sack, eher die Tasche. Fein säuberlich verpackt steht er vor uns, in der Kompressionstasche, dazu eine kleine Zubehörtasche und der “Cornells, Atlas der Ozeane”. Nein, der Cornell ist keine Landkarte für Gewässer. Es ist eine akribisch, über Jahre und Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung von meteorologischen und nautischen Daten. Raus kam ein Atlas unterteilt nach Seegebieten und Monaten mit allen vorherrschenden Wind- und Strömungsdaten.

DSC09517In der Marina ist Wanambi verlassen vom Nachbarn, der segelt “Company Cup” eine weitere Regatta für Fahrtensegler, Hobbysegler und Nichtsegler. Nicht billig, die Veranstaltung aber mit einem riesigen Rahmenprogramm um das es wahrscheinlich letztlich geht Zwinkerndes Smiley. Gut für uns, so kann man bei gutem Wetter endlich mal Steuerbord fotografieren und begutachten.

DSC09519Dann fliegt er noch ein, der Edelstahl Adler. Den haben die Eigner einer 12 Meter Stahlyacht im letzten Winter selbst gebaut und als Gallionsfigur angebracht. So fragil das Tier aussieht, den Kopf kann man als “Stufe” nutzen um an und von Bord zu kommen. Eine Arbeit von Weltklasse. Ich muss aufpassen, Ulli ist in den Vogel verliebt – nicht dass an Wanambi auch noch so eine Figur hängt. Vogel und Regenbogenschlange?

Zerstörerische Schönheit

2018-06-29_231424(4)Mal wieder ein Geburtstag in Wassersleben. Grillfotos langweilen, Feierfotos sind doch eher bedenklich wegen der neuen Datenschutzgrundverordnung (so ein Unwort kann nur Deutschland kreieren). Wollen wir mal hoffen, dass das Feuer keine Rechte am eigenen Bild anmeldet… So weit sind wir schon.

2018-06-29_231354(5)Sollte jemand in den Flammen ein Gesicht erkennen – nein es wurde kein Hexe verbrannt! Ähnlichkeiten wären rein zufällig und sind (nicht) beabsichtigt. Bei Gitarrenspiel wurde es ein schöner Abend der von Dänischen Hotelgästen begeistert aufgenommen wurde. Die kamen, wünschten sich Lieder und sangen voller Inbrunst mit.

Auf Wanambi geht es in kleinen Schritten voran. Nichts was im Bild festgehalten werden müsste. Kleinvieh macht aber auch Mist und so ist langsam aber sicher eine begehbare Bugkajüte entstanden.

Herbst

Untrügerisch sind die Zeichen. Die Marineschule funkelt im Sonnenuntergang, Sonne geht unter, es wird kalt, die Feuchte kriecht in jede Ecke.

DSC08056Ein paar wenige, sonnige Tage locken in die Marina, und fast jeder Tag endet gleich, Sonne bis 17:00 Uhr, dann langsames Abkühlen, oft Regen bis die Sonne im Westen verschwunden ist und sofort wird es richtig kalt.
Das Ganze ist nicht Ende September, es ist Anfang August.

Braunes Wasser

Die letzten zwei Tage vollzog sich etwas seltsames in der Innenförde. Das Wasser war lehmig braun verfärbt. Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Die Badegäste am Strand, man höre und staune wir hatten fast eine Woche richtigen Sommer, störte das kaum.

Natürlich waren alle sofort dabei mit Wasserproben die Ungefährlichkeit der rotbraunen Alge nachzuweisen das ja der Tourismus nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

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Nun ja, sei es wie es ist, das Zeug ist anscheinen wirklich ungefährlich und durch das Zusammenspiel von Temperatur und Sonne gewachsen – kaum einer kann sich an ein ähnliches Phänomen erinnern. Die Algen nehmen derart viel Sauerstoff auf, dass sogar die Ohrenquallen sterben – auch nicht so schlecht, denn das waren wieder extrem viele. Man könnt glauben, die Natur regelt alles selbst.

Slippen

Endlich sind die Schiffen wieder dort, wo sie hingehören – im Wasser. Die Aktion Einkranen war für das gesamte Wochenende vorgesehen und am Ende, wie immer schon Freitag Abend beendet. Sonnabend und Sonntag wurden die Masten gesetzt und alles ist wieder klar für eine hoffentlich gute Saison 2016

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Alle Jahre wieder

Mittlerweile scheint eine Regelmäßigkeit zu werden. im September/Oktober kommt ein Ost Sturm und bringt Hochwasser mit nach Wassersleben.

So auch dieses Jahr, angesagt mit 6 bis 7 Bft. Kamen in der Nacht dann doch 8 bis knappe 9 Bft. Das Wasser wird in die Förde gedrückt und steigt in der Marina. Die beiden Optibrücken sind kurz vor dem Aushängen. Unser Plan, den Außenborder von Bord zu nehmen, scheitert an der Höhe des Bugkorbes. Die südliche Achterleine hängt gerade noch so am Dalben, zwei, drei Wellen später wäre sie ausgehängt gewesen.

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Dienstagssegeln

Am Mittag ruft Christian an – wir wollten uns treffen, er möchte segeln. Gesagt, getan, ehe wir uns versehen fahren wir mit seinem Schiff auf die Innenförde. Ein recht schöner Segelwind zwischen 3 bis 4 Bft. endlich mal nicht böig ohne Ende, warme Sonne und ein Schiff, was will man mehr.

Schnell ist der Alltag vergessen, der zweimalige Einbruch in unser Schiff und was uns sonst noch alles beschäftigt.

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Nach zwei Stunden ist es leider schon wieder vorbei, die Sonne geht unter, immer früher, der Herbst kommt unweigerlich.

Cappy Cup 2015

Es ist Sonnabend, der Cappy Cup 2015 ist vorbei. Da wir Besuch haben kommen wir erst am späten Nachmittag. Eine Regatta bei 8 Bft ist schon was. Ein paar zerfetzte Segel und ein gebrochener Mast scheinen aber die einzigen Schäden zu sein. Na ja, das schreibt sich so leicht wenn der eigene Mast noch oben ist und die eigenen Segel noch heil.

DSC04809Sogar die 2.4mR sind zu einer Wettfahrt gestartet. Unglaublich was die kleinen Dinger abkönnen. Für eine zweite Wettfahrt und die Wettfahrt am Sonntag war dann aber doch zu viel Wind.

 

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Bei den Liegeplätzen wird jede Möglichkeit genutzt. Die Mehrrumpfboote gesellen sich schnell zusammen. Da wird schnell eine neue Insel erstellt.

 

 

DSC04812Wanambi bekommt einen Nachbarn außerhalb der eigentlichen Liegeplätze. Die Besatzung klettert am Rettungsring vorbei um auf die Brücke zu kommen Zwinkerndes Smiley

 

 

DSC04811Abenteuerlich wird die Energieversorgung. Das ist ja schon ohne “Überbelegung” nicht unbedingt einfach an normalen Wochenenden an Strom zu kommen – jetzt zahlen sich die großen Sicherungen aus…

Nun in der Presse

Wassersleben – Dienstagmittag: Einbrecher auf Segeljacht festgenommen

vom 25. August 2015
Harrislee, Flensburg, Pattburg (ots) – Nach einem Zeugenhinweis
konnte Dienstagmittag, am 25.08.2015, ein 48-jähriger Mann aus Süddeutschland auf einer größeren Segelyacht im Segelverein Wassersleben bei Flensburg auf frischer Tat von der
Wasserschutzpolizei Flensburg vorläufig festgenommen werden. Der Mann hatte sich nicht nur unbefugt auf der Segelyacht aufgehalten sondern bereits das Steckschott mit roher Gewalt aufgebrochen. Da der Zugang zur Steganlage verschlossen war, hatte der Täter schwimmend den Bereich hinter dem Tor erreicht und sich dann an der Segelyacht zu schaffen gemacht.Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnte dem Beschuldigten auch ein Einbruchsdiebstahl in eine andere Segelyacht am selben Ort zugeordnet werden, wo er einige Wertgegenstände entwendet hatte.

Es entstand jeweils erheblicher Sachschaden. Der Tatverdächtige zeigte sich auf dem Revier der Wasserschutzpolizei geständig und wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Flensburg
Pressestelle
Norderhofenden 1
24937 Flensburg
Matthias Glamann
Telefon: 0461/484-2010
Fax: 0431/9886442010
E-Mail: pressestelle.flensburg@polizei.landsh.de
Nun ja, für den Pressesprecher war es wohl nicht vorstellbar, dass der gleiche Einbrecher, zweimal auf dem gleichen Schiff war. Er hat aber bereits beide Einbrüche zugegeben. Das zweite Schiff war ein Motorboot, das aber nicht aufgebrochen wurde sondern als Nachtplatz genutzt wurde. Das Bier, und die Cola stammten vom Motorboot. Das benachbarte Segelboot sollte wohl aufgebrochen werden, dazu hat der Täter sich an das Werkzeug auf Wanambi erinnert. Als er das holen wollte wurde er auf frischer Tat erwischt.
Wir wissen nicht, wie oft er schon auf Wanambi nächtigte, Bei genauerem Durchsuchen stellte wir noch einig fehlende Dinge fest: Eine kleine graue Reisetasche mit ein paar Kleidungsstücken zum Wechseln, zwei Helly Hansen Regenjacken, zwei Life Belts.
Das Schott wurde zertrümmert und das Sprayhood Gestänge komplett verbogen, da hat er sich wohl dran gehängt um das Schott einzutreten.

Flickwerk

Nach dem Einbruch musste das Steckschott gesichert werden. Was sich einfach anhört ist gar nicht so einfach. Die Latten werden von innen mit einer Aluschiene durchgeschraubt, so, dass man nicht von außen an die Schrauben kommt, dass eine doppelte Verstärkung entsteht und das Schott nicht einfach weggedrückt werden kann. Hoffen wir mal, dass es erst mal hält.

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